"Haben einen sehr guten Pokalfight hingelegt!" Aue trotz Pokal-Aus mit erhobenem Kopf

Aue - Zwar ist der FC Erzgebirge Aue nach dem 1:2 am Mittwochabend bei Fortuna Düsseldorf aus dem DFB-Pokal ausgeschieden, dennoch gehen die Veilchen mit einem positiven Gefühl aus dem Match, sind zufrieden mit ihrem Auftritt.

Trainerkollegen, die sich schätzen: Friedhelm Funkel (l.) und Dirk Schuster.
Trainerkollegen, die sich schätzen: Friedhelm Funkel (l.) und Dirk Schuster.  © dpa/Marius Becker

"Wir haben einen sehr guten Pokalfight hingelegt", lauteten die ersten Worte von Aue-Trainer Dirk Schuster nach der Partie. "Wir waren von der ersten Sekunde an hellwach, diszipliniert und haben gut verteidigt."

Gleich mehrere Hochkaräter hatten die Veilchen im ersten Durchgang, konnten durch Florian Krüger (12.) verdient in Führung gehen. Auch wenn Dimitrij Nazarov beim Zuspiel zuvor minimal im Abseits stand.

"In dem Moment habe ich selbst einen Moment gewartet, weil gefühlt in jedem Spiel Situationen hinterfragt und geprüft werden", erzählte der Vorbereiter. Doch den Videobeweis gab es in der 2. Runde des Pokals noch nicht.

Dass also eine vom Schiedsrichtergespann gefällte Entscheidung nicht mehr berichtigt werden kann, mussten die Lila-Weißen auch beim Elfmeter (45.) gegen sich erfahren. "Das war ein Thema bei uns im Vorfeld", verriet Keeper Martin Männel das Fernbleiben des VAR. "Von daher war klar, dass der Elfer nicht mehr zurückgenommen wird."

Sören Gonther hatte seinen Gegenspieler Erik Thommy zu Fall gebracht hatte.

Aue-Keeper-Männel: "Trotz Niederlage fahren wir mit einem guten Gefühl nach Hause"

Dimitrij Nazarov (vorn) und seine Mitspieler spendeten den mitgereisten Fans Beifall für deren Unterstützung.
Dimitrij Nazarov (vorn) und seine Mitspieler spendeten den mitgereisten Fans Beifall für deren Unterstützung.  © Picture Point/Gabor Krieg

Ärgerlicher war aber viel mehr, dass Aue bis dato weitere Chancen liegen ließ. "44 Minuten haben wir überragend gespielt", sagte Nazarov. "Die ersten gegnerischen Fans hatten schon gepfiffen. Da hat man keinerlei Unterschied gesehen, wer 1. und wer 2. Liga spielt."

Das Manko: Die Torausbeute!. "Bevor das 1:1 fiel, hätten wir gut und gern auch das 2:0 oder 3:0 machen können", so Coach Schuster zum Knackpunkt in der Partie. Das bestätigte auch Kapitän Männel: "Der Elfmeter hat uns den Wind aus den Segeln genommen."

Tatsächlich ging für Aue im zweiten Durchgang nichts mehr nach vorn. Ein Eckball zum 1:2 (75.) tat sein Übriges. "Tore durch Standards tun natürlich weh", ärgerte sich Nazarov. "Wir haben auch in Darmstadt kurz vor Schluss einen bekommen. Darüber müssen wir reden, denn so etwas entscheidet Spiele."

Dennoch zeigte sich Schuster mit dem "sehr couragierten Auftritt" seiner Mannschaft zufrieden. "Wir haben dem Favoriten das Leben sehr schwer gemacht haben und können auf die Leistung aufbauen." Mit gesenktem Kopf brauchte also keiner am Mittwochabend in den Mannschaftsbus steigen.

"Trotz Niederlage fahren wir mit einem guten Gefühl nach Hause", meinte Männel kurz vor Abfahrt. "Das war ein richtig gutes Auswärtsspiel."

Der Knackpunkt im Spiel: Rouwen Hennings (r.) verwandelt den Elfmeter sicher gegen Martin Männel zum 1:1-Ausgleich.
Der Knackpunkt im Spiel: Rouwen Hennings (r.) verwandelt den Elfmeter sicher gegen Martin Männel zum 1:1-Ausgleich.  © Picture Point/Gabor Krieg

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