Aue-Boss Helge Leonhardt: "Wenn du absteigst, verreckst du wie ein Straßenköter"

Aue - Wirtschaftlich steht der FC Erzgebirge blendend da! Im Geschäftsjahr 2018/19 fuhr der "Kumpelverein" einen Rekordumsatz von 20,46 Millionen Euro - geplant wurde ursprünglich mit 18 Mio. Euro - und einen Nachsteuer-Gewinn von 535.000 Euro ein. Trotzdem schwebt, wie bei vielen anderen Zweitligisten auch, ein Damoklesschwert über dem Lößnitztal!

FCE-Präsident Helge Leonhardt konnte gute Neuigkeiten verkünden, appellierte aber gleichzeitig an die Mitglieder und die Mannschaft.
FCE-Präsident Helge Leonhardt konnte gute Neuigkeiten verkünden, appellierte aber gleichzeitig an die Mitglieder und die Mannschaft.  © Katja Lippmann-Wagner

"Wenn du absteigst, verreckst du wie ein Straßenköter", sprach FCE-Boss Helge Leonhardt zur Mitgliederversammlung letzten Freitag aus, was jeder weiß, aber die wenigsten wahrhaben wollen.

"Die TV-Gelder, die in der 2. Liga bei vielen Vereinen einen Großteil der Kaderkosten decken, würden bei uns zum Beispiel im Abstiegsfall von 8,5 auf an die eine Million Euro sinken. Damit ist kein Drittliga-Kader finanzierbar. Dafür sind die Ansprüche der Profis zu hoch. Die Spreizung ist enorm", verdeutlicht Leonhardt.

Aue muss deswegen zusehen, die Klasse zu halten und dabei Kasse zu machen. Im Erzgebirge wissen sie, wie das geht! Nein, dass ist keine Anspielung auf Karl Stülpner (1762-1841), den erzgebirgischen Robin Hood.

Auch wenn das MDR-Fernsehen bei einer Quizfrage als Alternative zu Stülpner unter Antwort "B" Helge Leonhardt aufführte.

FCE-Präsident Helge Leonhardt lobt Geschäftsführer Michael Voigt

Von den Auer Profis wie hier Jan Hochscheidt (l.) und Clemens Fandrich gab es für die Rede von Boss Helge Leonhardt Applaus.
Von den Auer Profis wie hier Jan Hochscheidt (l.) und Clemens Fandrich gab es für die Rede von Boss Helge Leonhardt Applaus.  © Katja Lippmann-Wagner

Vielmehr liegt das an solider Finanzplanung, wie Geschäftsführer Michael Voigt berichtet: "Die Zahlen sind das Ergebnis einer langjährigen Entwicklung, die sich in mehreren Bereichen gleichzeitig vollzog."

Voigt ist dafür verantwortlich, dass am Ende die Kasse stimmt. Und das tut sie! Leonhardt lobt: "Micha Voigt macht seinen Job im Ressort 'Finanzen und Organisation' überragend."

Insbesondere bei den Zuschauer- und TV-Einnahmen (je 500.000 Euro) sowie dem Sponsoring (250.000 Euro) und Merchandising (200.000 Euro) konnten Zuwächse generiert werden.

Auch nicht von schlechten Eltern ist die Steigerung der Beiträge der "Vereinskumpel". Voigt: "Innerhalb eines Jahres kamen rund 1000 Mitglieder neu hinzu, was weitere 100.000 Euro einbrachte."

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