Aue-Verträge, Neuzugänge, Trainer-Team: FCE lässt Meyer in der Luft hängen!

Aue - Im Vorjahr hatte der FC Erzgebirge Aue erst nach der erfolgreichen Relegation Planungssicherheit, konnte spät auf dem Transfermarkt reagieren, musste sich zudem nach dem Abgang von Hannes Drews um einen neuen Trainer kümmern.

Daniel Meyer (l.) möchte gern weiterhin mit Dominik Wydra zusammen arbeiten. Der neue Vertrag des Österreichers ist aber noch in der Schwebe.
Daniel Meyer (l.) möchte gern weiterhin mit Dominik Wydra zusammen arbeiten. Der neue Vertrag des Österreichers ist aber noch in der Schwebe.  © Picture Point / Sven Sonntag

Jetzt war Aue zeitig durch, im Grunde konnte drei Wochen eher geplant werden als 2018. Den Vorsprung hat der Verein aber verschenkt.

"Rein formal, wenn man einen Strich darunter zieht, wir haben nichts zu verkünden. Das sehe ich auch so, ja", sagt FCE-Trainer Daniel Meyer reichlich ernüchtert.

Dabei geht es um potenzielle Neuzugänge, die Verlängerung von Stammspielern wie Dominik Wydra und Calogero Rizzuto und auch das Trainerteam (TAG24 berichtete).

"Ich habe nach dem Klassenerhalt zu diesen Themen meine Wünsche geäußert. Ich habe aber bisher noch keine Rückmeldung bekommen." Den Klassenerhalt feierte Aue am 5. Mai, heute ist der 21.!

Dabei geht es Meyer hauptsächlich ums Trainerteam, bestehend aus ihm, Torwarttrainer Max Urwantschky und Fitnesscoach Marc Lorius.

Selbst Regionalligist VfB Auerbach als reiner Amateurverein hat ein größeres! Er möchte es erweitern. Jetzt geht Meyer aus der Saison und weiß nicht einmal, ob dieses Team bleibt.

Was ist los? Das scheint FCE-Trainer Daniel Meyer mit seiner Geste ausdrücken zu wollen.
Was ist los? Das scheint FCE-Trainer Daniel Meyer mit seiner Geste ausdrücken zu wollen.  © Picture Point / Sven Sonntag

"Bei Marc gibt es schon noch das eine oder andere Fragezeichen. Es war für unser kleines Team schon eine arbeitstechnisch und emotional brutale Saison. Da muss einiges geklärt werden. Bisher ist nichts passiert. Rein von der Stimmungslage her ist es bei Marc kein Selbstläufer", so Meyer.

Wer am 17. Juni neben ihm als Co-Trainer zum Trainingsauftakt steht, das weiß er auch noch nicht. Bis wann soll die Positionen besetzt werden?

"Bis letzte Woche", sagt der 39-Jährige süßsauer. "Ich finde es keinen guten Zustand, mit diesen Fragezeichen in die Pause zu gehen. Ich kann nur meine Planung machen und anregen, mehr kann ich nicht. Ich bin nicht in der Position, das zu entscheiden"

Als Co will er seinen Bruder André aus Fürstenwalde holen. "Er war vor einer Woche zum Gespräch hier, aber es gibt aktuell kein Feedback. Ich hole ihn nicht aus einer Bäckerei heraus, weil er mein Bruder ist. Das ist er für mich in allerletzter Linie. Das macht auch was, klar. Ich hätte einen Vertrauten hier, was mir wichtig wäre. In erster Linie ist er aber ein hoch qualifizierter Trainer." Ob er ihn holen darf, weiß er nicht. Der Verein schweigt.

Meyer will bleiben, das beweist auch der folgende Fakt: Er war als Nachfolger für Sportdirektor Markus Krösche (geht zu RB Leipzig) beim SC Paderborn 07 im Gespräch. "Ja, das stimmt. Ich bin gefragt worden, ob ich mir das vorstellen könnte. Ich habe abgelehnt, möchte hier Trainer bleiben."

Meyer gibt einem Bundesligisten einen Korb, um Trainer in Aue zu bleiben - macht nicht jeder. Siehe Domenico Tedesco.

Markus Krösche wechselt als Sportdirektor von Paderborn zu RB Leipzig. Als sein Nachfolger war Daniel Meyer im Gespräch.
Markus Krösche wechselt als Sportdirektor von Paderborn zu RB Leipzig. Als sein Nachfolger war Daniel Meyer im Gespräch.  © imago images / pmk
Daniel Meyer ist in sich gesackt. Das traf auf die Partie in Darmstadt zu, aber ist auch für die Zukunft seiner Mannschaft und des Trainerteams ein Sinnbild der derzeitigen Situation.
Daniel Meyer ist in sich gesackt. Das traf auf die Partie in Darmstadt zu, aber ist auch für die Zukunft seiner Mannschaft und des Trainerteams ein Sinnbild der derzeitigen Situation.  © imago images/Eibner

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