Ausgerechnet in Darmstadt: Aue verlässt das Spielglück

Aue - Der Kabelbrand im Herzschrittmacher blieb Dirk Schuster an diesem Spieltag erspart. Im Gegensatz zum 4:3-Heimsieg gegen Nürnberg in der Vorwoche verlief die Freitagspartie in Darmstadt (0:1) in gemäßigten Bahnen ab. Das späte Gegentor nahm den FC Erzgebirge aber schon ordentlich mit!

FCE-Coach Dirk Schuster war trotz der unglücklichen Niederlage nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
FCE-Coach Dirk Schuster war trotz der unglücklichen Niederlage nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Eine Viertelstunde bis zehn Minuten vor Schluss war eigentlich klar, dass es ein typisches Unentschieden-Spiel ist, wo nur noch ein Lucky Punch in Folge eines groben Fehlers oder einer Standardsituation den Ausschlag geben kann", resümierte FCE-Coach Schuster.

Letzteres war der Fall. Nach Ecke von Tobias Kempe kam Dario Dumic in der 87. Spielminute nahezu ungehindert zum Kopfball und vermasselte Schusters Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Dabei schien es lange Zeit fast so, als hätte man sich insgeheim auf ein schiedlich-friedliches Remis geeinigt. Natürlich war das nicht der Fall, aber das Spiel war dermaßen von der Taktik geprägt, dass beide Angriffsreihen komplett ins Leere liefen.

"Für die Zuschauer sah es sicher nicht immer ästhetisch aus, weil sehr wenig Torchancen zustande kamen. Keine Mannschaft wollte sich eine Blöße geben und den Gegner zum Toreschießen einladen", erklärte Schuster das taktische Kalkül.

FCE-Coach Schuster: "Wir haben defensiv kaum etwas zugelassen"

Tom Baumgart hatte mit seinem Kopfball die beste Chance für die Gäste aus Aue.
Tom Baumgart hatte mit seinem Kopfball die beste Chance für die Gäste aus Aue.  © Picture Point/Roger Petzsche

Defensiv ging seine Vorgabe nahezu vollends auf. In der ersten und über weite Strecken der zweiten Halbzeit kam Darmstadt nur zu anderthalb Chancen. "Wir haben defensiv kaum etwas zugelassen", lobte Schuster entsprechend.

Die Gäste hatten im ersten Durchgang zwar auch nur eine richtig große Chance, doch die hatte es in sich! Tom Baumgart köpfte nach super Eingabe von Clemens Fandrich drüber.

Der Linienrichter hob zwar die Fahne wegen Abseits, wäre der Ball aber drin gewesen, hätte ihn der Video-Referee wohl überstimmt, denn es war alles regulär. "Wir haben den Fehler gemacht, dass wir in der ersten Halbzeit nach Balleroberung sofort verfressen den ersten oder zweiten Ball nach vorne spielen wollten. Das war zu unpräzise und ungenau", haderte Schuster.

Es änderte aber wenig an seiner Aussage zum Gesamtauftritt. "Mit der Leistung kann ich absolut einverstanden sein, was das Kämpferische anbelangt und wie wir taktisch sehr gut verschoben haben", hebt Schuster das Positive hervor.

Im Gegensatz zu den letzten drei Partien sprach diesmal ein entscheidender Punkt nicht für sein Team: "Das Spielglück ist nicht auf unserer Seite gewesen!"

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