Aue-Spieler Hochscheidt, Riese und Fandrich gesperrt! Wie will Schuster das kompensieren?

Aue - Dirk Schuster kommt ins Rotieren. Gegen den VfL Bochum fehlen dem Coach des FC Erzgebirge Aue mit Jan Hochscheidt (Rot-Sperre) sowie Philipp Riese und Clemens Fandrich (jeweils 5. Gelbe Karte) gleich drei Leistungsträger.

Gesperrt! Wegen dieses Roten Kartons, gezeigt von Schiri Sven Waschitzki (l.) im Spiel beim Karlsruher SC, fehlt Jan Hochscheidt (r.) den Auern auch in Bochum.
Gesperrt! Wegen dieses Roten Kartons, gezeigt von Schiri Sven Waschitzki (l.) im Spiel beim Karlsruher SC, fehlt Jan Hochscheidt (r.) den Auern auch in Bochum.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Wie kompensiert er das Vakuum im Mittelfeld, speziell auf der Doppelsechs?

"Wir sind für alle Gedankengänge offen", erklärt Schuster. Bisher konnte er auf großartige Wechselspiele verzichten.

Wenn er die Startelf veränderte, dann maximal auf zwei Positionen.

Davon ausgenommen waren Keeper Martin Männel, das Innenverteidiger-Duo Marko Mihojevic und Sören Gonther, die Doppelsechs mit Riese und Fandrich sowie auf Linksaußen Jan Hochscheidt.

"Janni" brummt nach seiner Roten Karte gegen Karlsruhe noch ein letztes Spiel Sperre ab. Für ihn dürfte in Bochum erneut Tom Baumgart in die Startelf rutschen.

Auf der Doppelsechs kommt es darauf an, ob Schuster eins zu eins wechselt. Dominik Wydra und Louis Samson würden sich dann aufdrängen.

Weil beide extrem laufstark sind (im Schnitt 11,53 bzw. 11,07 km pro Spiel) und sich auch gerne in die Offensive einschalten, sind aber auch andere Optionen denkbar.

Dirk Schuster überlegt, welche Taktik gegen den VfL Bochum besonders erfolgsversprechend ist

Philipp Riese, der sich hier gegen den Düsseldorfer Marcel Sobottka behauptet, muss in Bochum nach fünf Gelben Karten zuschauen.
Philipp Riese, der sich hier gegen den Düsseldorfer Marcel Sobottka behauptet, muss in Bochum nach fünf Gelben Karten zuschauen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Hikmet Citci zum Beispiel, der auf der Acht zwischen defensivem und offensivem Mittelfeld pendelt.

Schuster: "Wir überlegen, was gegen Bochum das Beste ist - ein 4-2-3-1 oder ein 4-1-4-1. Christoph Daferner bietet sich auch für eine Doppelzehn an. Nicolas Sessa konnte ebenfalls überzeugen. Sie alle standen im Training immer Gewehr bei Fuß. Das ist ein sehr guter Ansatz, denn sie haben gezeigt, dass sie, wenn sie zum Einsatz kommen, diese Chance auch ergreifen."

Wenn die Genannten ihre Möglichkeit beim Schopfe packen, ergeht es ihnen vielleicht schnell mal so, wie Florian Krüger, der in Karlsruhe und gegen St. Pauli für Betrieb sorgte und großen Anteil an den vier Zählern hatte.

Gegen den "Kiezklub" bestach er mit Laufstärke und Zug zum Tor, beides wohnt dem gelernten Mittelstürmer inne.

Vielleicht darf der U20-Nationalspieler in Bochum sogar auf seiner Lieblingsposition ran.

Schuster: "Ein verkappter zweiter Stürmer könnte eine Rolle spielen, wenn ich bedenke, wie 'Flo' gegen Pauli die Rolle in der Zentrale immer mit aufgefüllt hat."

Auch Clemens Fandrich (l., gegen Hamburgs Rick van Drongelen) darf in Bochum nach der fünften Verwarnung nicht auflaufen.
Auch Clemens Fandrich (l., gegen Hamburgs Rick van Drongelen) darf in Bochum nach der fünften Verwarnung nicht auflaufen.  © Picture Point/ Sven Sonntag
FCE-Trainer Dirk Schuster macht sich intensiv Gedanken, welche Startelf er am Sonnabend in Bochum auf den Rasen schickt.
FCE-Trainer Dirk Schuster macht sich intensiv Gedanken, welche Startelf er am Sonnabend in Bochum auf den Rasen schickt.  © Picture Point/ Sven Sonntag

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