Erzgebirge Aue und der Fluch der frühen Gegentore

Aue - The trend is not your friend! Nach vier Niederlagen des FC Erzgebirge Aue in Folge haben die bereits schrillenden Alarmglocken einen noch lauteren Ton angenommen.

In Bielefeld traf Andreas Voglsammer (r.) ebenfalls nach sechs Minuten - Martin Männel konnte nur hinterherschauen.
In Bielefeld traf Andreas Voglsammer (r.) ebenfalls nach sechs Minuten - Martin Männel konnte nur hinterherschauen.  © picture point/Sven Sonntag

Besorgniserregend ist dabei die Tatsache, dass Aue quasi immer wieder mit dem Anpfiff einem Rückstand hinterherläuft. Kiel, Bielefeld, Heidenheim - die Messen waren immer früh gelesen. Woran liegt das?

Das 0:1 gegen Heidenheim war bereits die neunte Niederlage mit einem Tor Differenz.

Selten war es jedoch die Dominanz des Gegners, die den FCE auf die Verliererstraße brachte, sondern die eigenen Fehler.

Besonders krass waren die Auftritte in Kiel, in Bielefeld und jetzt eben gegen die Schnatterer-Elf.

In Kiel köpfte Mathias Honsak nach sechs Minuten ein, in Bielefeld traf Andreas Voglsammer ebenfalls nach sechs Minuten.

Heidenheims Robert Andrich brauchte am Freitag gar 60 Sekunden weniger. Konzentrationsschwächen können es zu Beginn einer Partie eher nicht sein.

Ist es dennoch ein mentales Problem, weil die Angst vor frühen Gegentoren im Kopf festsitzt?

Wie die Bilder sich gleichen: FCE-Keeper Martin Männel liegt am Boden, der Ball im Netz. Robert Andrich (l.) brauchte nur fünf Minuten für Heidenheims Führung.
Wie die Bilder sich gleichen: FCE-Keeper Martin Männel liegt am Boden, der Ball im Netz. Robert Andrich (l.) brauchte nur fünf Minuten für Heidenheims Führung.  © Frank Kruczynski

"Keine Ahnung, das jedenfalls war kein Konzentrationsfehler", ärgerte sich Pascal Testroet nach der Partie.

Andrich konnte von der Mittellinie frei durchlaufen, ohne dass ein Auer auch nur in der Nähe war.

"Wir haben zu spät Druck auf den ballführenden Spieler ausgeübt", so Trainer Daniel Meyer.

"Besonders ärgerlich ist ja der Fakt, dass Andrich bereits zwei Minuten vorher eine ähnliche Situation hatte. Das darf Sekunden später nicht noch einmal passieren. Das war einfach nur schlecht verteidigt", verstand der Coach die Welt nicht mehr.

"Er läuft frei auf unsere Kette zu, ich versuche noch zu verzögern. Neben mit steht noch ein Heidenheimer, mache ich den Schritt eher, spielt er ab", erklärte Steve Breitkreuz die Szene. "Dass er den Ball so satt trifft, passt zu unserer Situation."

Keiner will also etwas von einem mentalen Problem wissen, eher sind es Abstimmungsprobleme. Und die liegen auf der Hand.

"Wir mussten wieder die Dreierkette umstellen, müssen immer basteln. Dass wir gebeutelt sind, sieht man. Das ist zurzeit das Problem. Es fehlt die Kommunikation." Die muss besser werden und jener niederlagenbringende Trend muss gestoppt werden, sonst...

In Kiel konnte Mathias Honsak (r.) schon nach sechs Minuten seinen Kopfballtreffer bejubeln.
In Kiel konnte Mathias Honsak (r.) schon nach sechs Minuten seinen Kopfballtreffer bejubeln.  © picture point/Sven Sonntag

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