Wackers Kleofas und Aues Leonhardt: Zwei Alphatiere geben Vollgas!

Aue - FSV Wacker Nordhausen gegen den FC Erzgebirge Aue in der 1. Runde des DFB-Pokals ist am Samstag (15.30 Uhr) auch ein Duell zweier charismatischer Präsidenten - Nico Kleofas und Helge Leonhardt.

Helge Leonhardt und die gekreuzten Hämmer. Die würde der 60-Jährige am Samstag in Nordhausen nur zu gern wieder zeigen.
Helge Leonhardt und die gekreuzten Hämmer. Die würde der 60-Jährige am Samstag in Nordhausen nur zu gern wieder zeigen.  © imago images/Zink

Die beiden Alphatiere ihrer Vereine geben verbal ordentlich Gas. Der Wacker-Chef sogar noch mehr als der FCE-Boss.

Sollte noch irgendeine Motivationspritze für die Auer beim Regionalligisten benötigt werden, Kleofas hat diese geliefert.

Schon bei der Auslosung im Juni tönte er in der ARD: "Wie ich es gesagt habe, wir sehen uns in der 2. Runde bei der Auslosung wieder."

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Da ließ sich sein Kollege Leonhardt nicht lange lumpen: "Ich kenne Wacker Nordhausen nicht, nur Motor. Da habe ich in der DDR-Liga mal mit Gera dort gespielt und gewonnen", sagte er mit seinem bekannten Lächeln.

Darauf Kleofas wieder: "Er wird uns schon kennenlernen."

Auch das knapp einminütige Video von "Sport in Osten" mit dem Nordhausener in dieser Woche sollten sich die Auer Profis unbedingt anschauen.

Dort legte der mächtige Wacker-Boss nach: "Das Spiel geht bei 0:0 los, die Chancen bei uns im Stadion stehen 50:50. Ich gehe fest davon aus, dass wir Aue gut bespielen werden", sagte Kleofas voller Optimismus.

Kann schon mal grantig werden, wenn es nicht läuft: Nordhausens Präsident Nico Kleofas (l.). Das Gesicht wollen die Auer um Helge Leonhardt am Samstag sehen. (Bildmontage)
Kann schon mal grantig werden, wenn es nicht läuft: Nordhausens Präsident Nico Kleofas (l.). Das Gesicht wollen die Auer um Helge Leonhardt am Samstag sehen. (Bildmontage)  © Picture Point/ Sven Sonntag/imago images/Karina He

"Es ist ein Spiel. Die Pokalgeschichte zeigte es doch einmal, zehnmal, wenn man will auch 50 Mal, dass das hier an diesem Ort möglich ist. Wenn an dem Tag alles passt, die Mannschaft das abruft, was sie in der Vorbereitung gegen Dresden abgerufen hat, dann haben wir eine Chance. Aue kennt unser Stadion nicht. Das ist auch wichtig für den Präsidenten, dass er Wacker mal kennenlernt. Das ist Motivation für die Jungs", lachte Kleofas.

Aber natürlich sind genau jene Sätze auch Motivation pur für die Veilchen, die als Favorit nach Thüringen fahren. Diese Rolle müssen sie auch annehmen, schließlich spielen sie zwei Ligen höher.

Sie werden ihre volle Leistung abrufen müssen. Dass Nordhausen in keinem Fall unterschätzt wird, dafür hat die Truppe von Trainer Heiko Scholz selbst gesorgt.

In der Vorbereitung schlug sie eben in Grimma Aues Liga-Kontrahent Dynamo Dresden mit 3:2, spielte dort richtig stark auf - vor allem in der Offensive. Vergangenes Wochenende fiedelten die Wackeraner den Bischofswerdaer FV mal kurzerhand mit 8:0 vom Platz. Das alles dürfte genug Warnung sein.

Geht es nach Leonhardt, soll Kleofas mit seiner Ankündigung, bei der Auslosung der 2. Runde wieder dabei zu sein, nicht Recht behalten.

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