Aue-Coach Meyer genervt! Gibt Dinge, die nicht passen

Aue - Am heutigen Samstagnachmittag (16 Uhr) steigt für den FC Erzgebirge gegen Bundesligaaufsteiger Union Berlin die Generalprobe für die Zweitliga-Saison 2019/20. Ein letztes Mal kann FCE-Coach Daniel Meyer an Aufstellung und Taktik tüfteln. Nächsten Sonntag (28.7.) bei Greuther Fürth gilt es dann!

Florian Krüger (l.) zieht an Herthas Lukas Klünter vorbei - diese Zielstrebigkeit im Vorwärtsgang fordert FCE-Trainer Daniel Meyer.
Florian Krüger (l.) zieht an Herthas Lukas Klünter vorbei - diese Zielstrebigkeit im Vorwärtsgang fordert FCE-Trainer Daniel Meyer.  © imago images/Frank Kruczynski

Wie gut die Veilchen aktuell für den Saisonstart bei den Kleeblättern gerüstet sind, ist selbst für Meyer schwer zu beantworten. Das letzte Testspiel gegen Hertha BSC Berlin (4:1) war im Ergebnis eindeutig. Die Nachbetrachtung fiel differenzierter aus. "Wenn du 4:1 gewinnst, ist das schon okay. Es gibt aber einige Dinge über die wir immer wieder reden, die aber wieder nicht gepasst haben", beginnt Meyer seine Manöverkritik.

"Körperlich waren wir meilenweit überlegen, weil unser Gegner in einer schwierigen Phase der Vorbereitung ist. In der ersten Halbzeit konnten wir das für uns nutzen, hatten eine gute Balleroberung und gute Umschaltmomente, machen daraus in den ersten 25 Minuten aber kein Tor. Und das aus sieben, acht geilen Situationen!"

Florian Krüger (8.), Dimitrij Nazarov (11.) und Fabian Kalig (26.) konnten gute Abschlüsse verzeichnen, gegen müde Herthaner hätte die überfällige Führung aber durchaus eher fallen können, ja sogar müssen, als erst in der 26. Spielminute durch Pascal Testroet.

"Ein Schwerpunkt der Vorbereitung war die größere Zielstrebigkeit. Wenn ich die in der ersten halben Stunde nicht sehe, dann bin ich unzufrieden. Wir stellen danach bis zur Halbzeit auf 3:0, aber nach der Pause war es dann wieder einen Ticken zu wenig", hadert Meyer.

Genau dieser Beamtenmodus dürfe sich gar nicht erst einschleifen. "Ergebnis verwalten ist nur etwas für Bayern München. Auf dem Platz müssen wir noch mehr Verantwortung übernehmen und die Grundspannung hochhalten. Es nervt mich einfach, wenn wir Bälle herschenken und der Meinung sind wir können gegen einen Bundesligisten Situationen mit der Hacke klären", so Meyer.

Aues Coach Daniel Meyer schimpfte trotz des Sieges gegen die Hertha immer wieder an der Seitenlinie.
Aues Coach Daniel Meyer schimpfte trotz des Sieges gegen die Hertha immer wieder an der Seitenlinie.  © picture point/Sven Sonntag

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