Aue-Kapitän Männel warnt: "Kann noch gefährlich werden"

Aue - Eine herbe 1:5-Klatsche in Kiel, das emotional demoralisierende 1:3 daheim gegen Dresden. Bekommt Aue auf der Zielgeraden wieder das Muffensausen? Das war schon im Vorjahr so, als sich das Team erst über die Relegation rettete. Noch sind es acht Punkte Vorsprung auf Platz 16. Aber der ist schneller weg als der letzte Schnee im Erzgebirge.

FCE-Boss Helge Leonhardt (r.) nimmt Trainer Daniel Meyer in den Arm. Personaldebatten sollten jetzt als Allerletztes geführt werden.
FCE-Boss Helge Leonhardt (r.) nimmt Trainer Daniel Meyer in den Arm. Personaldebatten sollten jetzt als Allerletztes geführt werden.  © Picture Point/ Kerstin Dölitzsch

Es hätte so schön entspannt sein können. Ein Sieg gegen Dresden hätte für die nötige Sicherheit gesorgt und hätte Rückenwind gegeben. So ist es Gegenwind geworden. Sechs, sieben Punkte fehlen schon noch. Das ist in sieben Spielen machbar, aber dafür braucht es 90 Minuten lang in allen Spielen eine stabile Leistung. Immer nur gute Phasen werden nicht reichen, auch in Bielefeld am morgigen Freitag nicht. Und es braucht einen freien Kopf. Ein mentaler Ein- und Zusammenbruch kann die immer noch ordentliche Saison gefährden.

Trainer Daniel Meyer geht nicht davon, dass es passiert, Abwehrchef Dominik Wydra sieht sein Team "gefestigter als noch vor zwölf Monaten", Kapitän Martin Männel hebt warnend den Finger.

"Wenn wir nicht die Kurve kriegen, kann es noch gefährlich werden. Wir haben letztes Jahr gesehen, wie es enden kann. Noch ist die Liga nicht so eng beieinander wie in der Vorsaison, aber das kann noch werden", so Männel.

Genau vor zwölf Monaten begann die Talfahrt in Bielefeld, Aue reiste fünf Spieltage vor Schluss mit 39 Punkten auf die Alm. Niemand ahnte auch nur irgendeine Gefahr. Einen Sieg hätte der FCE noch benötigt und Karlsruhe wäre allen erspart geblieben. Mit dem 0:2 bei der Arminia ging die Durststrecke los. Das sollten sich alle noch einmal ins Gedächtnis rufen.

Meyer glaubt nicht an einen neuen Knick. "Für uns ist es wichtig, dass wir nicht rausgehen und sagen, wir hatten Pech gehabt. Nein, wir haben uns gegen Dresden selbst geschlagen. Wenn sich alle an den Plan halten, haben wir Spielkontrolle. Die Jungs haben gezeigt, dass sie es können. Das ist die Basis. Wir dürfen uns aber nicht ablenken. Mit dem Schiri diskutieren und sich blöde Gelbe Karten abholen, funktioniert nicht, das können wir uns nicht leisten. Wir müssen schön demütig bleiben, uns voll auf uns konzentrieren, dann funktioniert es auch."

Das war bitter aus Auer Sicht: Kurz nach dem Seitenwechsel kam Dynamo durch das Hackentor von Lucas Röser (Nummer 9) zum Ausgleich - Martin Männel im Auer Tor war chancenlos.
Das war bitter aus Auer Sicht: Kurz nach dem Seitenwechsel kam Dynamo durch das Hackentor von Lucas Röser (Nummer 9) zum Ausgleich - Martin Männel im Auer Tor war chancenlos.  © Imago
Martin Männel (31)
Martin Männel (31)  © Foto: Picture Point/ Sven Sonntag

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