Unter Flutlicht wird es finster für Aue! Meyer: "Einige machten, was sie wollten"

Aue - Wenn das Licht angeht, wird es finster beim FC Erzgebirge. Es war das achte Spiel in dieser Saison unter Flutlicht. Im Derby gegen Dresden kassierte Aue dabei die sechste Niederlage! Vor 14550 Zuschauern hieß es nach intensiven, aber selten hochklassigen 90 Minuten völlig verdient 3:1 für Dynamo. Obwohl die Veilchen eine gute erste Halbzeit spielten und 1:0 führten.

FCE-Trainer Daniel Meyer konnte es nicht fassen, wie seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit auftrat.
FCE-Trainer Daniel Meyer konnte es nicht fassen, wie seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit auftrat.  © picture point/Sven Sonntag

In Ingolstadt, gegen Sandhausen, in Magdeburg, gegen Köln, in Kiel, gegen Dresden - alles verloren. Nur beim 1:1 im Hinspiel bei der SGD und gegen Regensburg gelangen beim jeweiligen 1:1 überhaupt Punkte unter Flutlicht - 2 von 24 möglichen! Buchstäblich finster.

Dabei ging alles gut los. Gegen nervöse, ängstliche und häufig mit einer Sechser-Kette in der Abwehr stehende Gäste hatte Aue alles im Griff, führte durch den Kopfball von Startelf-Debütant Philipp Zulechner. Aber dann: Dresden stellte auf Dreier-Kette um, brachte den nie zu haltenden Haris Duljevic und die Partie kippte in einem Maße, wie es nicht zu erwarten war.

"Die Ordnung ging verloren", haderte Trainer Daniel Meyer. "Du versuchst von außen zu korrigieren und keiner hört mehr so richtig zu. Einige haben sich nicht mehr an unseren Plan gehalten und gemacht, was sie wollten", so ein sichtlich verärgerter FCE-Coach.

Meyer wollte es nicht an den Schlüsselminuten zwischen der 79. und 81. Minute festmachen. Auf der einen Seite kratzte Dynamo-Keeper Markus Schubert einen Kopfball von Pascal Testroet aus dem Eck, auf der anderen Seite traf Justin Löwe mit einem abgefälschten Schuss zum 2:1. "Klar, geht der Kopfball rein, geht das Pendel auf unsere Seite. Aber das war es nicht. Ich habe ein Problem damit, dass wir undiszipliniert aufgetreten sind, dass uns die Klarheit fehlte.

Das Zweikampfverhalten geht einfach nicht. Wie viele Situationen entstehen für Dynamo, weil wir Zweikämpfe verlieren oder Bälle gewinnen und sie um den eigenen Strafraum wieder hinspielen. Wir müssen auf die Basiselemente bauen, dass du gute Abstände hast, eine gute Körpersprache, dass du füreinander da bist, du keine Hackentricks machst oder so einen Blödsinn."

Bis Freitag hat er Zeit, seinen Jungs genau dieses Flausen auszutrieben und die Basics einzutrichtern. Dann geht in Bielefeld das Licht an. Es ist wieder ein Flutlichtspiel...

Erich Berko (r.) rannte der Auer Defensive davon und machte mit dem dritten Gästetor den Deckel aufs Sachsenderby drauf.
Erich Berko (r.) rannte der Auer Defensive davon und machte mit dem dritten Gästetor den Deckel aufs Sachsenderby drauf.  © Imago

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