Aue-Geschäftsführer Voigt nach Spielabsage gegen Köln: "Sicherheit aller geht vor"

Aue - Nichts ging mehr am gestrigen Sonntag in Aue. Binnen weniger Stunden kamen zehn Zentimeter Neuschnee herunter.

Ein Stadionarbeiter beräumt mit dem Schneeschieber die Außenlinie - ein aussichtsloser Kampf.
Ein Stadionarbeiter beräumt mit dem Schneeschieber die Außenlinie - ein aussichtsloser Kampf.  © FC Erzgebirge

Die Wetterprognose sagte für Sonntagmittag weitere heftige Schneefälle voraus. Die Partie zwischen dem FC Erzgebirge und dem 1. FC Köln wurde daher von Schiedsrichter Martin Petersen abgesagt. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Die Verantwortlichen des FCE unternahmen alles, um die Partie über Bühne zu bringen. Sogar ein kleiner Traktor kam zum Einsatz, um die weiße Pracht vom Rasen zu räumen. Am Ende blieb nur die Kapitulation vor dem Wetter.

"Der Rasen war gar nicht so sehr das Problem. Die Rasenheizung lief auf 14 Grad. Das Geläuf war weich. Das hätten wir beräumt bekommen", sagt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt. "Aber die Rasenheizung hätte den Schnee von oben nicht verhindert. Wir hätten alle 15 Minuten unterbrechen und neu schieben müssen."

Das größte Problem war allerdings das Umfeld. "Ich bin auf der Straße an der Ampel am Stadion gar nicht vom Fleck gekommen", so Trainer Daniel Meyer.

Und genau das war der Hauptgrund für die Absage: "Anfahrtswege zu, Parkplätze auch, die Tribünen glatt. Das wäre bei 12.000 Zuschauern nichts geworden. Da geht die Sicherheit aller vor. Das Risiko, das etwas passiert, wollte keiner eingehen", so Voigt.

Nun steht natürlich die Frage nach dem Nachholtermin. Seit einigen Jahren gibt es bei der DFL eine Neun-Tage-Regel. Aber die wird in diesem Falle problematisch. Aue spielt am kommenden Sonntag (10.2.) daheim gegen Ingolstadt, da wäre der Dienstag (12.2.) zu knapp. Köln spielt aber bereits am Freitag (15.2.) in Paderborn. Für den Effzeh wäre also der Mittwoch (13.2.) zu knapp. Besser für beide wäre daher die erste Ferienwoche als Termin.

"Kommende Woche wird durch die Konstellationen richtig eng. Sollte es aber so sein, wird man wohl eher die Wünsche der Kölner berücksichtigen als unsere. Sonntag und Dienstag wäre schon der Hammer. Aber warten wir mal ab. Nach der Absage in Zwickau in der 3. Liga in der Vorwoche wurde die Partie auch weiter nach hinten verlegt", so Meyer.

Auch "schweres" Gerät kam zum Einsatz, um den Platz vom Schnee zu befreien.
Auch "schweres" Gerät kam zum Einsatz, um den Platz vom Schnee zu befreien.  © FC Erzgebirge
Sie entschieden völlig zurecht, die Partie abzusagen: (v.l.) FCE-Präsident Helge Leonhardt, Linienrichter Robert Wessel, Schiedsrichter Martin Petersen, Linienrichter Daniel Unger, der 4. Offizielle Steffen Brüting, FCE-Geschäftsführer Michael Voigt und K
Sie entschieden völlig zurecht, die Partie abzusagen: (v.l.) FCE-Präsident Helge Leonhardt, Linienrichter Robert Wessel, Schiedsrichter Martin Petersen, Linienrichter Daniel Unger, der 4. Offizielle Steffen Brüting, FCE-Geschäftsführer Michael Voigt und K  © FCE
Still ruhen die Bälle. Im Erzgebirgsstadion ist derzeit nicht an Profifußball zu denken, obwohl die Rasenfläche nicht einmal das größte Problem darstellt.
Still ruhen die Bälle. Im Erzgebirgsstadion ist derzeit nicht an Profifußball zu denken, obwohl die Rasenfläche nicht einmal das größte Problem darstellt.  © Imago

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0