Aue-Coach Schuster will auf die 26 Punkte noch drei draufpacken

Aue - Die letzte Schicht des Jahres wird unter Bergleuten Mettenschicht genannt. Der Steiger, eine Art Aufsichtsperson, beendete diese Schicht vorzeitig mit einem Klopfzeichen, mit dem er die Bergleute herausklopfte.

Der "Steiger" des FC Erzgebirge: Trainer Dirk Schuster will die letzte Schicht des Jahres mit einem Sieg beenden.
Der "Steiger" des FC Erzgebirge: Trainer Dirk Schuster will die letzte Schicht des Jahres mit einem Sieg beenden.  © picture point/Sven Sonntag

Danach gab es eine Feier mit Schnaps, zu DDR-Zeiten war das der "Wismut-Fusel". Der "Steiger" ist beim FC Erzgebirge Dirk Schuster. Er wird sicherlich am Samstag gegen Fürth die Partie nicht vorzeitig beenden, er will sie siegreich gestalten.

Danach feiert der FCE seine Mettenschicht im Stadiongelände mit den Anhängern. Der eine oder andere Schnaps wird sicher dabei sein. Es soll aber keiner sein, um den Frust herunterzuspülen. Eher wollen Spieler, Trainer, Betreuer und Fans auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2019 anstoßen - mit einem Sieg gegen die Franken als I-Tüpfelchen. Doch bevor es soweit ist, muss noch einmal hart gearbeitet werden.

"Steiger" Schuster hat das Kleeblatt, das mit einem 5:1-Sieg in Karlsruhe im Hinterkopf ins Erzgebirge reist, beobachtet: "Fürth ist eine unwahrscheinlich flexible Mannschaft. Sie bedienen alle Nuancen des Spiels, haben sehr viele Positionswechsel. Wir müssen defensiv höllisch aufpassen", lobt der 51-Jährige den Gegner.

Aue fehlen lediglich noch fünf Siege, um das Saisonziel von 40 Zählern zu erreichen. "Meine Mannschaft hat die Kehrtwende mit dem Sieg gegen Regensburg geschafft. Wir wollen jetzt auf unsere 26 Punkte noch etwas draufpacken", so der Coach.

Zumal Aue mit einem Dreier so etwas wie der inoffizielle Weihnachts-Heimmeister werden könnte.

Aue-Trainer Schuster: "Die Tabelle ist brutal eng"

Vor dem Spieltag liegt der VfB Stuttgart mit 21 Punkten im eigenen Stadion noch einen Zähler vor Aue. Großen Anteil an der Heimmacht der Auer hat die laut Schuster besondere Atmosphäre im Erzgebirgsstadion. "Es ist eine ganz spezielle Symbiose zwischen Fans und Mannschaft bei uns. Der Funke springt immer wieder über."

Mehr Punkte (nur sechs) in der Fremde zu sammeln, ist eine Aufgabe für die Rückrunde. In die könnten die Veilchen mit einem Sieg nicht nur mit viel Selbstvertrauen gehen, sondern auch mit dem Blick nach oben.

Auch wenn Schuster davon nichts wissen will: "Die Tabelle, die mich gar nicht so interessiert, ist brutal eng. Fast jedes Spiel wird durch Kleinigkeiten entschieden."

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