FC Erzgebirge verspielt zweimalige Führung in Hannover

Hannover - Der FC Erzgebirge läuft auswärts seiner Form hinterher! Beim zuvor daheim noch sieglosen Absteiger Hannover 96 verspielte der Kumpelverein eine zweimalige Führung und unterlag vor 22.600 Zuschauern mit 2:3 (1:1).

Aue-Mittelfeldmann Clemens Fandrich und Marvin Bakalorz (Hannover) im Zweikampf.
Aue-Mittelfeldmann Clemens Fandrich und Marvin Bakalorz (Hannover) im Zweikampf.  © picture point/Sven Sonntag

Coach Dirk Schuster rotierte gegenüber der Bochum-Partie vier Mal. Jan Hochscheidt, Philipp Riese und Clemens Fandrich kehrten nach ihren Sperren wie erwartet ins Mittelfeld zurück.

Für Marko Mihojevic (Gelb-Rot) rückte überraschend John Patrick Strauß neu in die Viererkette. Er ging auf die rechte Außenposition, während Calogero Rizzuto auf Links rochierte und Dennis Kempe in die Innenverteidigung ging.

Die neu formierte Abwehrreihe wurde bereits früh gesprengt, denn in der sechsten Spielminute kam es zu einem bösen Zusammenprall zwischen Dennis Kempe und Hendrik Weydandt. Beide Akteure blieben benommen liegen.

Während es für den Hannoveraner nach längerer Behandlungspause weiterging, musste Kempe runter. Louis Samson kam dafür in die Partie.

Aue musste sich nach der Kempe-Verletzung kurz sammeln, spielte dann aber forsch nach vorn. Dimitrij Nazarov bekam den Ball perfekt von Riese serviert, hatte das Visier aber noch nicht justiert. Sein Volleyschuss rauschte rechts vorbei (15.).

Deutlich mehr Zielwasser hatte dagegen Strauß (16.) intus. Der Außenverteidiger sah sich kurz vor der Strafraumecke zwei Hannoveranern gegenüber, bemerkte jedoch zugleich, dass Ron-Robert Zieler zu weit vor dem Tor stand und hielt einfach mal drauf - 0:1.

In der 90. Minute: Hannover schießt das 2:3

Aue-Kicker Dennis Kempe muss verletzt vom Platz.
Aue-Kicker Dennis Kempe muss verletzt vom Platz.  © picture point/Sven Sonntag

Die Veilchen standen extrem kompakt und agierten gegen den Ball im 4-5-1. Für Hannover war kaum ein Durchkommen. Wenn gegen Aue etwas ging, dann durch Standards.

Miko Albornoz spielte einen Eckball auf den kurzen Pfosten. Marvin Bakalorz (32.) ließ Hochscheidt stehen und nickte wuchtig ein - 1:1 mit der ersten Chance. Beide Teams agierten brutal effektiv, machten auf dem tiefem Rasen aus wenig viel.

Wenn dann der Gegner noch fleißig mithilft, umso besser. Philipp Riese spielte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld auf Höhe des kurzen Pfostens. Dort sieg Bakalorz (49.) am höchsten und bugsierte das Leder mit dem Hinterkopf ins eigene Netz - 1:2.

In der 62. Minute wäre Bakalorz beinahe endgültig zur tragischen Figur geworden, als er einen Einwurf von Strauß im Strafraum mit der Hand blockte.

Schiri Michael Bacher ging zum Videobweis, entschied sich aber gegen einen Strafstoß. Das hielt Hannover im Spiel und die Niedersachsen packten die Gelegenheit beim Schopfe. Nach unnötigem Riese-Foul legte Marvin Duksch auf Weydandt (75.), der aus fünf Metern einköpfte.

Wieder ließ sich die Schuster-Elf einen ruhenden Ball einschenken. Und es kam noch dicker! Weydandt verlängerte einen weiten Ball auf Genki Haraguchi (90.) - 2:3, der Schlusspunkt.

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