Wieder so ein spätes Gegentor! So vermasselt sich Aue die eigene Arbeit

Aue - Wie sich die Bilder gleichen! Binnen einer Woche brachte sich der FC Erzgebirge in der Schlussviertelstunde gleich dreimal um den verdienten Lohn.

Der eingewechselte Stefan Schimmer nutzte eine Unachtsamkeit in der FCE-Hintermannschaft und erzielte mit diesem Volleyschuss den Ausgleich.
Der eingewechselte Stefan Schimmer nutzte eine Unachtsamkeit in der FCE-Hintermannschaft und erzielte mit diesem Volleyschuss den Ausgleich.  © imago images/Eibner

Die Tore fielen jeweils nach ruhenden Bällen. In Darmstadt (0:1) ließ Aue durch eine schlecht verteidigte Ecke einen Zähler liegen. Bei Erstligist Düsseldorf schied man wieder nach Eckball aus dem DFB-Pokal aus.

Im Verfolgerduell gegen Heidenheim (1:1) fiel das Gegentor nach einem langen Einwurf mit anschließendem Kopfball-Flipper. Diesmal waren so gleich zwei Punkte futsch.

"Dass man gegen Heidenheim unentschieden spielen kann, keine Frage, aber wenn der Ausgleich in der 87. Minute nach einem Einwurf fällt, fühlt es sich wie eine Niederlage an", war Clemens Fandrich sichtlich konsterniert.

Die Baden-Württemberger unterstrichen damit einmal mehr ihren Status als Aues Angstgegner. In neunten direkten Duell blieb man zum achten Mal sieglos. Wobei der Dreier selten so greifbar war wie jetzt. "

Wir fahren zwei Konter, treffen dort aber jeweils die falsche Entscheidung. Da müssen wir draufziehen. Dann ist der Sack wohl zu", kommt Fandrich auf die vergebenen Möglichkeiten von Pascal Testroet (72.) und Dimitrij Nazarov (78.) zu sprechen.

Aue-Kicker Fandrich: "Wir rennen um unser Leben, belohnen uns aber nicht für den Aufwand. Das ist bitter"

Drei Minuten fehlten Clemens Fandrich und seinem Team zum Sieg über Angstgegner Heidenheim.
Drei Minuten fehlten Clemens Fandrich und seinem Team zum Sieg über Angstgegner Heidenheim.  © picture point/Sven Sonntag

Der "Kumpelverein" könnte nach der englischen Woche 22 Zähler auf dem Konto haben und im Achtelfinale des DFB-Pokals stehen. Stattdessen zogen sie beim FCE dreimal hintereinander lange Gesichter.

"Wir rennen um unser Leben, belohnen uns aber nicht für den Aufwand. Das ist bitter", bläst Fandrich Trübsal.

Besonders ärgerlich: Sechs und damit ein Drittel (!) seiner Liga-Gegentore kassierte Aue nach der 75. Spielminute. Nur St. Pauli, Wehen Wiesbaden und Nürnberg (je 7) ließen in der Schlussphase noch mehr Federn.

"Wir müssen den Mund abwischen und gegen Karlsruhe weitermachen. Mit 19 Punkten können wir sehr zufrieden sein", meint Fandrich mit Blick auf die Tabelle. Dort steht der FCE als Vierter immer noch glänzend da.

Aber: Genau mit diesem Pfand könnte man doch wuchern und etwas mutiger auftreten, statt mit angezogener Handbremse, wie das gegen Heidenheim zu oft der Fall war.

Nach seinem später Tor lief Stefan Schimmer auf seine Bank zu und ließ sich feiern.
Nach seinem später Tor lief Stefan Schimmer auf seine Bank zu und ließ sich feiern.  © imago images/Frank Kruczynski

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0