Starke Leistung: Aue fertigt Aufstiegs-Kandidat HSV ab

Aue - Ha Ha HSV! Mit der in allen Belangen besten Saisonleistung ließ der FC Erzgebirge Aue den einstigen Bundesliga-Dino steinalt aussehen. Vor 15.100 Zuschauern (ausverkauft) siegten die Veilchen nach einer Gala-Vorstellung auch in dieser Höhe verdient mit 3:0 (1:0)! Die Tore erzielten Pascal Testroet (40.) und Jan Hochscheidt (75/88.). Das war die passende Antwort auf die letzten Wochen. Was für eine Explosion auf dem Rasen!

Aue-Stürmer Pascal Testroet zieht ab und trifft zum 1:0.
Aue-Stürmer Pascal Testroet zieht ab und trifft zum 1:0.  © Picture Point/S. Sonntag

Abwehrschlacht? Abwehrbollwerk? Nein! So stark waren die Veilchen lange nicht zu sehen. Logisch, der HSV machte das Spiel, war überlegen. Aber der FCE stand überragend. Marko Mihojevic war speziell für Bakery Jatta abgestellt, machte ihn so fast wirkungslos. Hamburg kam nicht durch.

Doch die Veilchen beschränkten sich nicht nur auf die Defensive. Sie setzten immer wieder Nadelstiche, die den Gästen zusetzten. So nach sieben Minuten, als Clemens Fandrich auf Jan Hochscheidt durchstecke, dessen Schlenzer von der Strafraumkante nur einen Hauch vorbeistrich. Oder später.

Fandrich überraschte mit einem genialen Ball auf den agilen Dimitrij Nazarov, der spielte weiter auf Hochscheidt. Seine Hereingabe nahm Pascal Testroet (29.) mit der Hacke.

Der Ball trudelte haarscharf am Pfosten vorbei.

Das war gut anzuschauen, zumal die Belohnung noch kam. Philipp Riese schoss einen Freistoß in die Mauer, den abspringenden Ball nahm Fandrich aus gut 30 Metern volley - und der landete genau vor "Paco" (40.). Er drehte sich und schob ein. Das Erzgebirge stand Kopf. Dass es mit dem 1:0 in die Pause ging, lag dann an Martin Männel.

Nach einer Ecke in der Nachspielzeit köpfte Louis Beyer, Männel fischte die Kugel vor der Linie weg.

Aue Mittelfeldmann Jan Hochscheidt locht gleich zweimal ein

Tor für den FC Erzgebirge: Jan Hochscheidt trifft in der 74. und 88. Minute, macht den Sack damit zu.
Tor für den FC Erzgebirge: Jan Hochscheidt trifft in der 74. und 88. Minute, macht den Sack damit zu.  © Picture Point/S. Sonntag

Fazit zur Pause: Besser kannst du das gegen den HSV nicht spielen. Aber: 45 Minuten waren noch. Was kommen würde, wusste jeder im ausverkauften Rund, nämlich Hamburg. Doch was Aue ablieferte, war weiterhin enorm. Diese Bissigkeit.

Der Druck nahm zu, doch der FCE befreite sich immer wieder und entnervte den Gast. Gideon Jung (58.), bereits verwarnt, versuchte es daher im Strafraum mit einer Schwalbe, um zum Erfolg zu kommen. Konsequenz: Gelb-rot.

Auch in Unterzahl versuchte und machte der HSV, an Sören Gonther und Co. kam aber keiner vorbei. Auf der anderen Seite igelte sich der Gastgeber nicht ein, hatte gute Konterchancen. Und eine nutzte der beste Mann auf dem Platz: Jan Hochscheidt.

Klasse bedient von Testroet schweißte er die Kugel schräg aus zwölf Metern ins lange Eck. Nach der Überprüfung durfte gejubelt werden - 2:0 (75.)!

Aber Hochscheidt hatte noch nicht genug. Aus 18 Metern besorgte er den nie und nimmer erwarteten 3:0-Endstand. Irre! Wahnsinn! Sensationell!

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