Nach Tore-Flut herrscht nun Flaute: Aue im dritten Heimspiel in Folge ohne Treffer!

Aue - Im Dezember schossen die Veilchen alles in Grund und Boden. Zehn Tore in drei Spielen - fünf in Fürth, zwei gegen Darmstadt, drei gegen Union. Doch nach der Flut kam die Flaute! In den fünf Punktspielen des bisherigen Kalenderjahres blieb Aue viermal ohne eigenen Treffer - dreimal davon im eigenen Stadion.

Das war das dicke Brett von Dimitrij Nazarov (l.) gegen Duisburg. Er schweißte die Kugel sechs Meter vor dem Tor auf die Tribüne.
Das war das dicke Brett von Dimitrij Nazarov (l.) gegen Duisburg. Er schweißte die Kugel sechs Meter vor dem Tor auf die Tribüne.  © Imago

0:3 gegen Ingolstadt, 0:0 gegen Duisburg, 0:1 gegen Köln. Der FCI und der MSV waren zum jeweiligen Zeitpunkt Schlusslichter. Das sind keine guten Zahlen. Das letzte Mal gab es solch eine Serie in der Saison 2014/15. Damals waren es sogar vier Heimpartien ohne eigenen Treffer.

Das Ende dieser Spielzeit ist bekannt und soll sich nicht wiederholen. Daher muss der Knoten schnell platzen. Zumindest hat es ja beim letzten Auswärtsspiel auf St. Pauli geklappt. Da ließ Jan Hochscheidt das Netz zweimal zappeln. So muss es am morgigen Samstag in Sandhausen weiter gehen.

FCE-Trainer Daniel Meyer ist die Flaute natürlich nicht verborgen geblieben. Seine Stürmer Pascal Testroet, Emmanuel Iyoha, Florian Krüger und Dimitrij Nazarov haben 2019 noch nicht getroffen. Oft fehlten nur Zentimeter, es war eine Fußspitze dazwischen oder es mangelte einfach nur am Glück.

Aber Meyer hat noch einen anderen Grund ausgemacht. Das 0:1 gegen Köln war der beste Beweis dafür.

"Wir sind viel zu umständlich, schieben die Verantwortung vorm Tor von Mann zu Mann. Das sind mir zu wenige klare Aktionen dabei", bemängelte er und hatte auch gleich eine passende Szene im Kopf. "Das war kurz vor Schluss: Mario Kvesic spielt zu Ole Käuper. Er steht 17 oder 18 Meter vor dem Tor. Statt zu schießen, spielt er den Pass in die Tiefe und weg war der Ball. Wir müssen schießen, wir dürfen nicht immer versuchen, die Kugel ins Tor zu tragen. Nur wenn wir Mut zeigen, werden wir auch treffen", so Meyer.

Doch allzu sehr wollte Meyer auf seine Offensive nicht einschlagen. "Vielleicht brauchen wir mal so eine Gurke wie Köln. Das würde helfen. Aber ich bin guter Dinge, dass wir wieder in die Spur kommen. Wir haben ja Chancen. Schlimmer wäre es, wenn wir keine hätten."

Jan Hochscheidt nimmt die Hände vors Gesicht, Pascal Testroet (v.) schaut gen Himmel. Der liebe Gott wird am morgigen Samstag in Sandhausen die Torflaute nicht beenden, das müssen die Kicker selbst tun.
Jan Hochscheidt nimmt die Hände vors Gesicht, Pascal Testroet (v.) schaut gen Himmel. Der liebe Gott wird am morgigen Samstag in Sandhausen die Torflaute nicht beenden, das müssen die Kicker selbst tun.  © picture point/Sven Sonntag

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