Aue-Boss Leonhardt fordert Punkte vor Regensburg-Match: "Müssen jetzt liefern!"

Aue - Wie geht der FC Erzgebirge im Heimspiel am Freitag gegen Jahn Regensburg mit den jüngsten Niederlagen in Bochum (0:2) und Hannover (2:3) um? Erstmals in dieser Zweitliga-Spielzeit ging der "Kumpelverein" zweimal in Folge leer aus. Mit vereinten Kräften stemmen sie sich dagegen, dass daraus ein Negativlauf wird.

2011 holte Dirk Schuster Marco Grüttner zu den Stuttgarter Kickers.
2011 holte Dirk Schuster Marco Grüttner zu den Stuttgarter Kickers.  © imago images/Sportfoto Rudel

"Wir müssen jetzt liefern!", stellt Aue-Boss Helge Leonhardt unmissverständlich klar. Die nach wie vor gute Ausgangsbasis dürfen sich die Veilchen nicht mit dem Hintern wieder einreißen. "Ich möchte, dass wir Gas geben, Selbstvertrauen zeigen und in den zwei Spielen bis zur Winterpause Punkte holen", wünscht sich Leonhardt.

Dirk Schuster und seine Elf sind nun als Weihnachtswichtel gefragt. "Mit dem Jahn kreuzt ein Gegner auf, der bisher eine gute Saison spielt", erwartet der Aue-Coach einen sehr kampf- und laufstarken Kontrahenten: "Egal wie sich die Situation darstellt, schenkt Regensburg nie irgendwas her. Sie besitzen eine super Mentalität, attackieren mit massivem Gegenpressing und haben vorne mit Andreas Albers und Marco Grüttner zwei wuchtige, kantige und technisch gute Stürmer."

Schuster holte besagten Grüttner 2011 aus Aalen zu den Stuttgarter Kickers, kennt dessen exzellente Torjägerqualitäten. Letztes Wochenende stellte der jetzige Regensburger diese gegen St. Pauli (1:0) einmal mehr unter Beweis.

Mit der Hacke beförderte Grüttner das Leder nach Vorlage von Albers ins Eck. Es war ein Tor zum mit der Zunge schnalzen.

Aue-Coach Schuster: "Bis hierhin haben wir ein gutes Fundament gelegt"

Klarer Auftrag von Boss Helge Leonhardt (r.) an Coach Dirk Schuster: Heimsieg!
Klarer Auftrag von Boss Helge Leonhardt (r.) an Coach Dirk Schuster: Heimsieg!  © picture point/Sven Sonntag

Schuster will dem eine schlagkräftige Mannschaft entgegenstellen - und den positiven Trend fortsetzen, den er trotz Pleite in Hannover ausgemacht hat: "Wir konnten, sowohl was die kämpferische Bereitschaft anbelangte, als auch die mentale Leistung und Zweikampfquote, das abrufen, was wir wollten."

Der FCE-Coach wehrt sich dagegen, wegen zwei Niederlagen in Serie von einem Formtief zu sprechen. Fakt ist: Aue zeigte sich in Hannover bei Ballbesitz (48 Prozent) sowie Zweikampfquote (60 Prozent) gegenüber Bochum (35/43) stark verbessert.

Der Schwachstelle "Standards" will Schuster durch eine andere Herangehensweise bei der Verteidigung ruhender Bälle entgegenwirken (TAG24 berichtete) - und Aue wieder in die Spur bringen.

"Bis hierhin haben wir ein gutes Fundament gelegt", stellt der erfahrene Fußballlehrer fest. Punktemäßig ist es aber nach wie vor nur die halbe Miete. "Deswegen wollen wir in den kommenden Partien etwas obendrauf satteln", betont Schuster.

Artistisch: Marco Grüttner setzt gegen die Auer Abwehr zum Seitfallzieher an.
Artistisch: Marco Grüttner setzt gegen die Auer Abwehr zum Seitfallzieher an.  © imago images/Andreas Nickl

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