Aue-Kicker Mihojevic würde gern bleiben, Schuster ihn gern behalten!

Novo Sancti Petri - Vor einem halben Jahr stieß Marko Mihojevic auf Leihbasis vom griechischen Erstligisten PAOK Saloniki zum FC Erzgebirge.

Marko Mihojevic im Veilchen-Camp und Novo Sancti Petri. Der Bosnier fühlt sich wohl beim FCE Aue und würde gern über die Saison hinaus im Erzgebirge bleiben.
Marko Mihojevic im Veilchen-Camp und Novo Sancti Petri. Der Bosnier fühlt sich wohl beim FCE Aue und würde gern über die Saison hinaus im Erzgebirge bleiben.  © Picture Point/S. Sonntag

Der 23 Jahre alte Bosnier integrierte sich in atemberaubendem Tempo. Abgesehen von einer Gelb-Rot-Sperre, die er gegen Hannover absaß, stand er in jeder Pflichtpartie in der Startelf.

Mihojevic ist bei Coach Dirk Schuster in der Abwehr gesetzt. Er und Sören Gonther geben in der Viererkette ein eingespieltes Innenverteidiger-Duo ab. Sein 33-Jähriger Nebenmann hat schon viele Schlachten geschlagen, bringt Erfahrung und Routine mit.

Der fast zehn Jahre jüngere Mihojevic ist erst am Beginn seiner Karriere. Das weiß auch Schuster. "Marko ist extrem lernfähig. Er hat die Dinge, die wir innerhalb seines Spielstils ein bisschen moniert haben, zum Beispiel als er in Kiel in der Spieleröffnung zwei-, dreimal dem Gegner den Ball leichtfertig in die Füße gespielt hat, blitzschnell abgelegt. Das spricht für ihn."

Für Mihojevic weht der Wind seit Sommer aus einer anderen Richtung, wie er im Veilchen-Camp in Novo Sancti Petri nochmal bestätigt: "Gegenüber der 1. Liga Griechenlands ist die 2. Bundesliga viel mehr von der Physis geprägt. Das war im ersten Moment eine Umstellung, die nicht einfach gewesen ist."

Mihojevic hat die Herausforderung gemeistert und damit auch seinen Trainer überzeugt.

"Marko besitzt Qualität im Zweikampfverhalten und ist mit seiner Gefährlichkeit bei Standards sehr wichtig. Insgesamt hat er eine sehr positive Entwicklung genommen", betont Schuster.

FCE-Präsident Helge Leonhardt will Mihojevic behalten

Marko Mihojevic (l.) klärt - unterstützt von seinem Innenverteidiger-Kollegen Sören Gonther - im Spiel gegen Greuther Fürth per Kopf vor Hans Nunoo Sarpei (M.) und Havard Nielsen.
Marko Mihojevic (l.) klärt - unterstützt von seinem Innenverteidiger-Kollegen Sören Gonther - im Spiel gegen Greuther Fürth per Kopf vor Hans Nunoo Sarpei (M.) und Havard Nielsen.  © imago images/Zink

Zum 30. Juni endet das Leihgeschäft mit PAOK. Weil sich FCE-Präsident Helge Leonhardt vorsorglich eine Kaufoption gesichert hat, könnte Mihojevic auch über den Sommer hinaus in Aue bleiben. Schuster: "Ich würde mich sehr freuen, wenn wir Marko längerfristig an uns binden könnten."

Mihojevic hätte nichts dagegen. "Für mich wäre es eine große Freude, in Aue zu bleiben. Wohin der Weg geht, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt aber schwer beantworten. Um diese Frage kümmern sich andere", erklärt er.

Einer, der bei kommenden Vertragsgesprächen ein Wörtchen mitredet, ist Mihojevic' Berater, Ex-Dynamo-Profi Miroslav Stevic.

"Marko hat gute Leistungen gebracht, weil Aue ihm sehr gut geholfen hat, sich zu integrieren. Ich weiß aus meiner Dresdner Zeit, wie gut das in der Region funktioniert. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass Marko länger in Aue bleibt", meint Stevic.

Aues Trainer Dirk Schuster hält große Stücke auf Marko Mihojevic.
Aues Trainer Dirk Schuster hält große Stücke auf Marko Mihojevic.  © picture point/Sven Sonntag

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