Aue-Keeper Männel: "Haben richtig gute Karten, wenn wir mutig sind"

Aue - Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann der FC Erzgebirge Aue vollauf zufrieden sein und mit breiter Brust beim Hamburger SV antreten. Die elf Zähler nimmt ihnen niemand mehr weg.

Martin Männel (l.) jubelt nach dem 1:0 für Aue durch Philipp Zulechner (M.). Am Ende hieß es 1:1.
Martin Männel (l.) jubelt nach dem 1:0 für Aue durch Philipp Zulechner (M.). Am Ende hieß es 1:1.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Gleichzeitig gingen sie vor dem siebten Spieltag mit Tabellenplatz fünf einher. Aufstiegsaspirant HSV startete mit dreizehn Punkten an zweiter Stelle ins Wochenende.

Die Begegnung, von der Papierform her ist sie ein Spitzenspiel. Nur nicht für Aues Kapitän Martin Männel.

"Wenn wir nach 20 weiteren Spieltagen noch immer dort oben stehen, können wir nochmal darüber reden. Jetzt davon zu sprechen, ist verfrüht", hält der Keeper den Ball flach.

Andernfalls kann es in Hamburg schnell ganz stürmisch werden und dann fliegt einem das runde Leder nur so um die Ohren.

"Wir müssen versuchen, Kontrolle über den Ball zu erlangen, dürfen den Hamburgern daher gar nicht so sehr das Spiel überlassen, sondern müssen versuchen, uns Anteile zu verschaffen. Wir haben richtig gute Karten, wenn wir mutig sind", setzt Männel auf einen forschen Auftritt.

FC Erzgebirge Aues Keeper Martin Männel will für die zweite HSV-Niederlage sorgen

Torhüter Martin Männel klärt beim 1:1 der Auer im April im Volksparkstadion vor dem Hamburger Khaled Narey (Nr. 7) - unterstützt von Jan Kral (M.) und Steve Breitkreuz.
Torhüter Martin Männel klärt beim 1:1 der Auer im April im Volksparkstadion vor dem Hamburger Khaled Narey (Nr. 7) - unterstützt von Jan Kral (M.) und Steve Breitkreuz.  © imago images/Oliver Ruhnke

Aue brauche sich ja auch nicht zu verstecken: "Wir mussten erst eine Niederlage einstecken und können deswegen mit breiter Brust und Selbstvertrauen hinfahren. Letzte Saison haben wir zudem vom Ergebnis her was Schönes in Hamburg erlebt."

Das 1:1 vom 20. April ist bei den Erzgebirgern noch allgegenwärtig. Davon erzählt man sich im "Schacht" gern.

Aus Hamburg ist dergleichen nicht überliefert, aber dort hat man nach der Derby-Pleite beim FC St. Pauli (0:2) letzten Montag andere Sorgen. So ein Stachel sitzt tief.

Männel kennt das von den Sachsen-Derbys gegen Chemnitz oder Dresden: "So etwas motiviert aber auch zusätzlich. Mir wäre es lieber, sie hätten gegen St. Pauli gewonnen und wir ihnen die erste Saisonniederlage beigebracht. So müssen wir zusehen, dass wir für eine richtige Serie sorgen."

Aue-Keeper Martin Männel fährt "mit breiter Brust und Selbstvertrauen" nach Hamburg.
Aue-Keeper Martin Männel fährt "mit breiter Brust und Selbstvertrauen" nach Hamburg.  © Picture Point/ Sven Sonntag

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