Aue-Keeper Männel über Interimscoach Hensel: "Hat er überragend gemacht"!

Aue - Wie der FC Erzgebirge Aue die Turbulenzen rund um die Beurlaubung von Cheftrainer Daniel Meyer aus den Kleidern geschüttelt hat und dann gegen den VfB Stuttgart (0:0) als eine Einheit aufgetreten ist, nötigt Respekt ab.

Den Ball "vorbeigeguckt". Martin Männel (v.) überstand auch diese Szene mit Nicolas Gonzalez problemlos.
Den Ball "vorbeigeguckt". Martin Männel (v.) überstand auch diese Szene mit Nicolas Gonzalez problemlos.  © imago images/Cathrin Müller

Jeder im "Kumpelverein", angefangen bei den Spielern, dem Trainerteam bis hin zu den Zuschauern, zog mit.

Aues Torhüter Martin Männel zeigte sich von soviel Zusammenhalt sichtlich beeindruckt. Aber nicht nur davon!

"Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung von der ersten bis zur letzten Minute. Wir sind immer aufmerksam, immer aufopferungsvoll gewesen und besaßen nach dem Platzverweis für Stuttgart die Möglichkeit, aus einer kleinen eine große Sensation zu machen. Das ist uns leider versagt geblieben, dennoch geht das Ergebnis aufgrund der Gemengelage zuvor und aufgrund des Spielverlaufs in Ordnung", lobte ein zurecht stolzer Kapitän das Kollektiv.

Aue ließ trotz 80 Prozent Ballbesitz für den VfB nichts zu.

Wenn die Schwaben einmal durchbrachen, war bei Männel Schicht im Schacht: "Ich bin stolz darauf, dass wir das umgesetzt haben, was wir uns unter der Woche vorgenommen hatten. Das Hauptaugenmerk lag darauf, die Abläufe in der Defensive zu stärken und das ist uns gut gelungen. Jeder hat für jeden alles gegeben. Am Ende haben wir nur zwei, drei Bälle auf das Tor zugelassen. Das ist eine Top-Leistung."

Marc Hensels Defensivtaktik beim FC Erzgebirge Aue griff sofort

Daumen hoch: Interimscoach Marc Hensel konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen die Übermacht aus Stuttgart absolut zufrieden sein.
Daumen hoch: Interimscoach Marc Hensel konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen die Übermacht aus Stuttgart absolut zufrieden sein.  © DPA/Robert Michael

Die Veilchen hatten das "Catenaccio" von Interimscoach Marc Hensel, der im 5-4-1 agieren ließ, perfekt verinnerlicht.

Männel erinnerte sich dabei unweigerlich an alte Zeiten zurück: "Als Marc und ich noch zusammenspielten, hatten wir die erfolgreichste Zeit unter Rico Schmitt. Dessen Devise lautete immer: 'Defensive gewinnt Meisterschaften.' Damit sind wir als Zweiter in die 2. Liga aufgestiegen und danach Herbstmeister geworden. Das war eine Zeit, die uns ziemlich geprägt hat. Wenn mich jemand fragt, würde ich als Trainer genau diese Variante wählen."

Doch auch Hensel hat Männel geprägt! Für Energie Cottbus II. und Aue standen beide zwischen 2007 und 2013 181-mal gemeinsam auf dem Feld.

Bei der Ansprache vor dem VfB-Spiel gab Coach Hensel den gleichen Einpeitscher wie einst.

"Marc war schon als Spieler dafür bekannt, vor Anpfiff sehr laut zu werden und hat uns Jungs heiß gemacht. Als Trainer muss man sich in der Wortwahl etwas anders präsentieren, dennoch hat er das für meine Begriffe überragend gemacht."

Gemeinsamer Erfolg: Martin Männel (r.) und Marc Hensel 2010 nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. In 181 Spielen standen sie gemeinsam auf dem Rasen.
Gemeinsamer Erfolg: Martin Männel (r.) und Marc Hensel 2010 nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. In 181 Spielen standen sie gemeinsam auf dem Rasen.  © Igor Pastierovic

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