Aue-Keeper Männel setzt im Abstiegskampf wie immer auf Ruhe und Gelassenheit!

Aue - Hält der Frühling im Lande Einzug, wächst der Druck, nahen die Entscheidungen. Martin Männel spielt seine elfte Saison bei den Veilchen.

FCE-Keeper Martin Männel strahlt im Kasten stets Ruhe und Gelassenheit aus.
FCE-Keeper Martin Männel strahlt im Kasten stets Ruhe und Gelassenheit aus.  © picture point/Sven Sonntag

Nur in drei Spielzeiten wusste er schon Ende April, wo die Reise in der folgenden Saison hingeht - 2009 in der 3. Liga, 2011 und 2014 in der 2. Liga.

Ansonsten ging es um Auf- oder Abstieg. Kann man sich mental darauf vorbereiten?

"Weiß ich gar nicht, ob man sich darauf vorbereiten kann. Es deutet sich ja im Saisonverlauf schon an, wie sich alles entwickelt. Irgendwo ist auch jede Spielzeit anders", sagt der Kapitän und verweist auf die letzten beiden Jahre.

2017 startete Aue als abgeschlagener Letzter eine furiose Aufholjagd und rettete sich. Im Vorjahr war der FCE zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon durch, erlaubte sich einen Hänger und musste in die Relegation.

"2012 gegen Bochum und 2013 gegen Sandhausen waren es die letzten Spieltage, an denen wir die Relegation umschifften", kann er sich erinnern. "Du kannst die Situationen nicht miteinander vergleichen, muss sie jedes Mal aufs Neue annehmen."

Parade bei Spiel in Bielefeld. Martin Männel (r.) lässt sich von Andreas Voglsammer nicht überlisten.
Parade bei Spiel in Bielefeld. Martin Männel (r.) lässt sich von Andreas Voglsammer nicht überlisten.  © picture point/Sven Sonntag

Das Positive dabei, bis auf 2015 in Heidenheim ging es immer gut. Aue hielt stets die Klasse bzw. stieg 2010 und 2016 auf. Trotzdem ist die Anspannung in jenen Tagen enorm.

"Wir müssen auch jetzt wieder. Die Ausgangsposition ist gut, aber wir haben noch nichts erreicht. Wir müssen." Wieder einmal. Nur ein Dreier heute gegen Bochum lässt ein bisschen Ruhe einkehren.

Der Druck ist also da, er kann mental zu einer Belastung werden. "Bei sich bleiben, gelassen sein, konzentriert bleiben", kennt Männel das Rezept.

"Das Wichtigste ist, dass du Woche für Woche deinen Job machst. Das Falscheste wäre, groß herumzulabern, was einmal war. Was ich einbringen kann, ist die Erfahrung und Ruhe in der Situation, dass man nicht durchdreht und sich von äußeren Einflüssen ablenken lässt, gelassen seinen Job machen kann."

Und den muss er am Sonntag tadellos erledigen. Dann wäre Aue wieder einen Schritt weiter.

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