Feuer frei! Offensive der Auer Veilchen muss wieder zünden

Aue - Die Defensive passte in Hamburg. Die Vierkette um Abwehrchef Steve Breitkreuz ließ aus dem Spiel beinahe nichts zu, räumte viel weg. Allerdings haperte es in der Offensive und nicht erst seit dem HSV-Spiel.

Aue Trainer Daniel Meyer weiß um die aktuellen Offensivprobleme seiner Mannschaft.
Aue Trainer Daniel Meyer weiß um die aktuellen Offensivprobleme seiner Mannschaft.  © picture point/Sven Sonntag

In dem fiel es kaum ins Gewicht, trotzdem: 14 Treffer in den 13 Spielen der Rückrunde sind nicht das Gelbe vom Ei. Das muss gegen Bochum besser werden.

Nur Fürth (12) und Magdeburg (11) haben sich im gleichen Zeitraum noch geiziger gezeigt. Blickt man allein auf 2019, sind es gar nur elf Tore in zwölf Spielen. In fünf Partien gab es keinen Treffer zu bejubeln - in Magdeburg (0:1), gegen Ingolstadt (0:3), gegen Duisburg (0:0), gegen Köln (0:1) und gegen Heidenheim (0:1).

Die Tore verteilen sich auf Jan Hochscheidt (4), Philipp Zulechner (3), Pascal Testroet (2), Emmanuel Iyoha und Florian Krüger (je 1). Damit hat zwar die komplette Offensive getroffen, dennoch ist das zu wenig. Zeigt aber auch, dass aus dem Mittelfeld mehr kommen muss.

Im Vorwärtsgang ist der FCE zu leicht ausrechenbar. Gerade daheim. Da jubelten die Fans im Kalenderjahr erst über drei Törchen in sechs Partien.

Aue Trainer Daniel Meyer weiß genau, woran es seinen Spielern derzeit noch mangelt

Clemens Fandrich (l., gegen Hamburgs Bakery Jatta) versiebte eine verheißungsvolle Auer Konterchance durch ein misslungenes Anspiel auf Pascal Testroet.
Clemens Fandrich (l., gegen Hamburgs Bakery Jatta) versiebte eine verheißungsvolle Auer Konterchance durch ein misslungenes Anspiel auf Pascal Testroet.  © picture point/Sven Sonntag

Ein Fakt, der Trainer Daniel Meyer nicht verborgen geblieben ist. "Das liegt auch mit am mangelnden Selbstvertrauen", sagt er und spricht explizit die Partie im Volkspark an. "Wir hatten einige richtig gute Umschaltaktionen, spielen die aber nicht konsequent zu Ende. Da gibst du denen eigentlich den zweiten. Wir treffen da aber oft die falschen Entscheidungen", sagt er.

Gemeint haben dürfte er dabei die größte Chance nach 70 Minuten, als Clemens Fandrich, Hochscheidt, Testroet und Krüger im 4:3-Überzahlspiel bis 20 Meter vor dem Tor alles richtig machten, Fandrich der Ball auf "Paco" aber zu ungenau geriet.

Ansprechen wird er das Problem in dieser Woche im Training - in Theorie und Praxis. Dass es die Spieler können, haben sie schon oft bewiesen, auch daheim. Die Konsequenz im letzten Drittel des Feldes muss wieder her.

Zumal der VfL Bochum auf fremden Plätzen in dieser Saison selten sattelfest auftrat, bereits 25 Gegentreffer hinnehmen musste. Das Selbstvertrauen dürfte bei den Veilchen durch das starke 1:1 in Hamburg auch wieder da sein. Also, Feuer frei!

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