Aue-Stürmer Testroet: "Platz drei ist ein schönes Gefühl!"

Aue - Kaum zu glauben, aber wahr: Der FC Erzgebirge Aue hat sich als ärgster Verfolger des Zweitliga-Spitzenduos um den Hamburger SV und Arminia Bielefeld in Stellung gebracht!

Pascal Testroet (M.) kniet nach seinem Treffer zum alles entscheidenden 3:1 auf dem Rasen, lässt sich von Marko Mihojevic (r.) und Florian Krüger feiern.
Pascal Testroet (M.) kniet nach seinem Treffer zum alles entscheidenden 3:1 auf dem Rasen, lässt sich von Marko Mihojevic (r.) und Florian Krüger feiern.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Mit dem 3:1-Heimsieg gegen den FC St. Pauli schiebt sich der Kumpelverein vorerst auf den dritten Platz vor.

Wenn der VfB Stuttgart am Sonntag gegen den Karlsruher SC verlieren- und der 1. FC Heidenheim zeitgleich bei Jahn Regensburg nicht gewinnen sollte, würden die Veilchen dort über das Wochenende hinaus verbleiben.

"Es wird immer gesagt, dass man nicht auf die Tabelle schauen soll. Die sagt auch noch nichts aus, aber ich werde schon am Abend noch einmal darauf schauen und einen Screenshot davon machen. Nach dem 14. Spieltag mit 23 Punkten auf Platz drei zu stehen, ist schon ein schönes Gefühl", strahlte Angreifer Pascal Testroet am Freitag wie ein Honigkuchenpferd.

Er und alle anderen Auer hatten auch allen Grund dazu, denn die Jungs von Coach Dirk Schuster unterstrichen einmal mehr ihre Heimstärke (sieben Spiele, fünf Siege, zwei Remis) und machten obendrein ihrem Ruf als Pauli-Schreck alle Ehre.

Für den "Kiezklub" war es die fünfte Niederlage am Stück im Erzgebirge. "Es war ein verdienter Sieg", meinte "Paco" kurz und bündig.

Pascal Testroet glaubte an die eine entscheidende Chance - und nutzte sie!

Das 3:1! Pascal Testroet (verdeckt) hat abgezogen und getroffen, St. Paulis Keeper Robin Himmelmann (am Boden) hatte keine Abwehrchance.
Das 3:1! Pascal Testroet (verdeckt) hat abgezogen und getroffen, St. Paulis Keeper Robin Himmelmann (am Boden) hatte keine Abwehrchance.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Herausgeschossen wurde der im ersten Durchgang, den die Gastgeber nach anfänglichen Schwierigkeiten ab der zwölften Spielminute im Griff hatten.

Florian Krüger (14.) und Dimitrij Nazarov (24./Handelfmeter) münzten die Dominanz in die nötigen Tore um. Fällt vor der Pause das dritte, wäre die Messe wohl vorüber gewesen.

Testroet selbst hatte das 3:0 auf dem Schlappen, scheiterte nach großartiger Vorarbeit von Krüger aber gleich doppelt (41.).

"Die erste Halbzeit hätte für mich etwas besser enden können. Was danach in der Kabine los war ...", setzt Testroet an und fährt fort: "Um die zehn Mitspieler sind zu mir gekommen und haben gesagt: 'Du kriegst noch eine Chance und die machst du, denn die ist wichtig für uns!'"

Die Worte fielen auf fruchtbaren Boden. Just in der Spielphase, als St. Pauli infolge des 1:2 durch Henk Veerman (56.) Morgenluft witterte, schlug Aue zu.

Clemens Fandrich spielte auf Testroet. Der nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich um Gegenspieler James Lawrence und schoss St. Pauli-Keeper Robin Himmelmann eine Schürze. "Das Spiel stand schon auf des Messers Schneide, aber wir sind zurückgekommen. Und danach haben wir es souverän gemacht", so Testroet.

Pascal Testroet (l.) hatte mit Aue auch gegen den FC St. Pauli wieder viel Grund zum Jubeln.
Pascal Testroet (l.) hatte mit Aue auch gegen den FC St. Pauli wieder viel Grund zum Jubeln.  © Picture Point/ Sven Sonntag

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