Nur auswärts: Darum gibt es bei Heimspielen keine Choreografien der Aue-Fans!

Aue - Auswärts hin und wieder genial, daheim seit mehr als drei Jahren nichts mehr. Gemeint sind Choreografien der FCE-Fans zu den Spielen ihrer Idole. Seit dem Bau des neues Stadions hängen Spruchbänder, die üblichen Fahnen. Aber sonst? Nix, gar nix. Die gegnerischen Fans sind oft kreativer.

Diese Choreographie im März 2018 bei Union Berlin war ein absoluter Hingucker. Besser geht es kaum. Daheim ist solch ein Augenschmaus derzeit nicht zu sehen.
Diese Choreographie im März 2018 bei Union Berlin war ein absoluter Hingucker. Besser geht es kaum. Daheim ist solch ein Augenschmaus derzeit nicht zu sehen.  © picture point/Sven Sonntag

Dass es auch auf Auer Seite geht, zeigte zum Beispiel das Auswärtsspiel bei Union Berlin im März 2018. Die gekreutzten Hämmer, ein riesiges "Glück Auf" und links wie rechts zwei übergroße Bergmänner. Das sah einfach nur gigantisch aus. Daheim gibt es so etwas nicht.

Die letzte große war beim "Old-Otto-Abschied im November 2015 gegen Fortuna Köln zu sehen. 2015! TAG24 hat das vor zwei Wochen angesprochen. Selten haben die Redaktion hasserfülltere Nachrichten wie zu diesem Thema erreicht.

Doch es kamen auch einige vernünftige Posts. Fans, die erklärten, warum und wieso derzeit nichts Großes in Sachen Choreos in den eigenen vier Wänden läuft.

"In Aue ist weder eine Befestigungsstange für hochziehbare Bilder am Dach montiert, noch kann man einheitliche Blockfahnen über die zwei Meter hohen Zäune ziehen", schrieb ein langjähriger Fan, der lieber anonym bleiben wollte.

"Darüber wird schon lange debattiert, aber aufgrund der Sicherheitsauflagen müssen die Zäune stehen bleiben. Komisch, warum geht das denn in Zwickau, Chemnitz, Halle, Dresden, Magdeburg auch ohne diese Zäune?", fragte sich der Fan und erklärte: "Bis diese Zäune dort sind, wird es keine Choreos zuhause geben."

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt weiß nicht erst aufgrund TAG24-Nachfrage von diesem brennenden Thema.

Die letzte große Choreo in Aue gab es zum "Old-Otto"-Abschied im November 2015! Das lila-weiße Fahnenmeer beeindruckte damals.
Die letzte große Choreo in Aue gab es zum "Old-Otto"-Abschied im November 2015! Das lila-weiße Fahnenmeer beeindruckte damals.  © picture point/Sven Sonntag

"Es ist in der Tat ein Problem, aber wenn man will, kann man immer etwas auf die Beine stellen", sagte er. Beispiel: Eben jene Fahnenchoreo wie damals gegen Fortuna Köln. Etwas Größeres geht derzeit aber wirklich nicht, das bestätigt er.

"Die Zäune teilen die Blöcke, das ist störend", so Voigt: "Wir nehmen die Anregungen unserer Anhänger stets ernst, haben in den letzten Wochen die Voraussetzungen geschaffen, künftig große Bilder am Dach befestigen zu können.

Es fehlt im Grunde nur noch die bautechnische Abnahme durch den Landkreis", so Voigt. Und beim Bauherren, bei Behörden können die Mühlen auch mal etwas langsamer mahlen.

Auch wenn im Derby gegen Dynamo noch kein große Choreo über die ganze Seite hinterm Tor möglich ist, über einen kleinen Stimmungsmacher würde sich die Mannschaft sicher freuen.

Michael Voigt
Michael Voigt  © picture point/Sven Sonntag

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