Die neue Waffe beim FC Erzgebirge Aue: Nach Eckbällen klingelte es schon zweimal!

Aue - Der FC Erzgebirge hat eine althergebrachte Waffe modifiziert und damit richtig scharf gemacht: Eckbälle. Dynamo Dresden (4:1) und jüngst der SV Sandhausen (2:2) wurden durch die neu einstudierten Varianten überlistet - und jedes Mal klingelte es.

In Sandhausen stieg Fabian Kalig nach einem einstudierten Eckball am höchsten und köpfte Aleksandr Zhirov (l.), von dem der Ball ins Tor sprang.
In Sandhausen stieg Fabian Kalig nach einem einstudierten Eckball am höchsten und köpfte Aleksandr Zhirov (l.), von dem der Ball ins Tor sprang.  © Picture Point/Roger Petzsche

Im Sachsenderby traf Pascal Testroet, in Sandhausen fabrizierte Pechvogel Aleksandr Zhirov ein Eigentor.

Interessant: Die Eingabe folgte jeweils nach dem gleichen Muster. Jan Hochscheidt chippt den Ball an den kurzen Pfosten zu Fabian Kalig, der dann mit dem Kopf nach innen verlängert.

"Wir haben eine neue Stärke entwickelt. Obwohl wir nicht die größten sind, besitzen wir gute Abläufe und haben zwei, drei Varianten drin", verrät Hochscheidt, dass man gegen Dresden und Sandhausen noch nicht das ganze Repertoire ausgeschöpft hatte. Gegen Kiel zum Beispiel kam der Ball zu Marko Mihojevic, der mittig knapp vorbei köpfte.

Woher kommt die neue Gefährlichkeit nach Ecken? Immerhin besitzt der "Kumpelverein" nicht derart viele hoch aufgeschossene Spieler, wie manch Konkurrent. Sandhausen zählt da schon eher dazu.

Gegen Dynamo klappte es schon: Pascal Testroet war letztlich der Abnehmer der Eckenkombination.
Gegen Dynamo klappte es schon: Pascal Testroet war letztlich der Abnehmer der Eckenkombination.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Dass sie in der Liga zu den stärksten Teams nach Ecken zählen, haben sie beim Ausgleich gezeigt", bestätigt Hochscheidt, bevor er auf die neue Auer Stärke ins Detail eingeht: "Dirk Schuster hat einige Ideen eingebracht, wie er die Standards haben will."

FCE-Coach Schuster wertet Standardsituationen als "elementare und wichtige Bestandteile eines jeden Spiels", unabhängig davon ob es Eckbälle, Freistöße oder Einwürfe sind.

"Wir versuchen, der Mannschaft im Training den gewissen Input zu geben, um torgefährlich zu werden. Eckbälle sind eine Waffe, wenn man sie gescheit ausführt und dann wuchtig in die Räume, die gefährlich sind, hineinläuft", unterstreicht der Fußball-Lehrer.

Fabian Kalig und Jan Hochscheidt bejubeln das Führungstor in Sandhausen.
Fabian Kalig und Jan Hochscheidt bejubeln das Führungstor in Sandhausen.  © Picture Point/Roger Petzsche

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