Nach Sieg gegen den HSV: Für die Profis gab es vom Aue-Boss paar Kisten Bier

Aue - Auch einen Tag danach war es noch etwas unwirklich, verursachte ungläubiges Staunen: Aue 3, Hamburg 0! Die Veilchen haben den HSV demontiert und geschlagen zurück an die Elbe geschickt. Da ließ sich FCE-Präsident Helge Leonhardt nicht lumpen. "Ich stelle den Jungs paar Kisten Bier in die Kabine", strahlte er nach Abpfiff.

Der Dosenöffner der Partie: Pascal Testroet (r.) behält vor HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes die Nerven und schiebt zum 1:0 ein.
Der Dosenöffner der Partie: Pascal Testroet (r.) behält vor HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes die Nerven und schiebt zum 1:0 ein.  © Frank Kruczynski

Ein Punkt, ja, damit haben viele geliebäugelt. Vielleicht wieder ermauert mit viel Disziplin in der Abwehrarbeit. Kühne Optimisten tippten auf einen glücklicher Sieg durch irgendein Murmeltor. Aber 3:0? Nein, damit rechnete keiner.

Vor allem die Souveränität überraschte, der urplötzliche Schwung im Vorwärtsgang, die 90minütige Kontrolle über die Partie. "Ich kann das als historischen Erfolg bezeichnen", so Leonhardt. "Das werde ich nie vergessen. Wenn ich an Dresden und Nürnberg erinnere und dann jetzt. Das war mit die beste Saisonleistung", so Leonhardt.

"Wir haben die Hamburger entnervt. Die haben gemerkt, hier geht heute nix. Die haben nicht mehr gegenhalten können, zumindest nicht mehr wesentlich", freute sich der 61-Jährige.

"Normal", so Leonhardt, "kannst du nicht gegen den HSV nicht gewinnen. Den ökonomischen Vorteil kannst du nur mit Härte, Stolz und Leidenschaft ausgleichen. Das haben wir in hohem Maße getan."

Aue-Trainer Dirk Schuster freut sich, analysiert aber gewohnt nüchtern

Vor dem Spiel lachten beide: FCE-Trainer Dirk Schuster (l.) und sein Hamburger Kollege Dieter Hecking. Danach war Hecking der Spaß vergangen.
Vor dem Spiel lachten beide: FCE-Trainer Dirk Schuster (l.) und sein Hamburger Kollege Dieter Hecking. Danach war Hecking der Spaß vergangen.  © imago images/Eibner

Aues Trainer Dirk Schuster freute sich auf dem Platz, analysierte die Partie aber gewohnt nüchtern. "Wir wollten nicht den Betonmischer irgendwo hinstellen und warten, das nach vorn ein-, zweimal pro Halbzeit die Post abgeht. Wir wollten aktiv verteidigen und nach vorn auch erfolgreich Fußball spielen. Das ist uns gelungen", ergänzte er.

Den Dosenöffner gab Pascal Testroet. Das 1:0 war sein fünfter Saisontreffer, das erste seit dem 3:1 im November gegen St. Pauli.

Hamburg liegt ihm also: "Unsere Herangehensweise gegen den individuell stark besetzten HSV war sehr gut. Wir haben sie schon früh unter Druck gesetzt, so dass sie nicht ihr Spiel aufziehen konnten. Das war der Schlüssel zum Erfolg", analysierte Testroet.

Für das ganze Erzgebirge war der unerwartete Dreier die perfekte Vorbereitung für das Sachsenderby am Sonntag in Dresden.

"Wir wollen in keinster Weise euphorisch werden und durchdrehen. Wir sind sehr gut beraten, sauber, fleißig und akribisch weiterzuarbeiten, um in Dresden in der Chance zu sein, ein positives Ergebnis zu erzielen", verzichtete Schuster auf große Sprüche Richtung Dynamo.

FCE-Präsident Helge Leonhardt grüßt entspannt. Er war zufrieden, spendete Bier.
FCE-Präsident Helge Leonhardt grüßt entspannt. Er war zufrieden, spendete Bier.  © picture point/Sven Sonntag
Immer noch ungläubiges Staunen: Das Ergebnis stand Weiß auf Schwarz auf der Videoleinwand.
Immer noch ungläubiges Staunen: Das Ergebnis stand Weiß auf Schwarz auf der Videoleinwand.  © picture point/Sven Sonntag

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