Aues Siegschütze Krüger hofft auf Initialzündung

Aue - Sein Joker-Tor versetzte eine ganze Region in Ekstase: Florian Krüger köpfte dreizehn Minuten nach seiner Einwechslung in der vierten Minute der Nachspielzeit auf Vorlage von Sturm-Spezi Pascal Testroet gegen den 1. FC Nürnberg zum 4:3-Sieg ein. Wie wichtig der Treffer für den FC Erzgebirge Aue war, darüber wurde hinlänglich berichtet. Über die Bedeutung für den Torschützen selbst noch nicht.

Der Siegtreffer gegen Nürnberg: Florian Krüger überwindet Club-Keeper Andreas Lukse aus Nahdistanz zum 4:3.
Der Siegtreffer gegen Nürnberg: Florian Krüger überwindet Club-Keeper Andreas Lukse aus Nahdistanz zum 4:3.  © picture point/Sven Sonntag

"So etwas passiert nicht alle Wochen. Vielleicht bleibt es für mich sogar für immer ein besonderer Moment", blickt Krüger auf Freitagabend zurück.

Nach Abpfiff stellte er sich in der Interviewzone zunächst den Fragen der Journalisten und verfolgte danach gebannt die Zusammenfassung auf den dortigen Monitoren.

Ja, das ließ sich gut anschauen. Es ging runter wie Öl! Krüger war zuletzt hintendran. In den ersten drei Zweitliga-Partien gesetzt, glänzte der 20-Jährige beim Auftakt in Fürth (2:0) als Vorlagengeber und im ersten Heimspiel gegen Wiesbaden (3:2) mit je einem Tor und einer Vorlage.

Danach kam er vier Mal als Einwechsler. Vor der Nürnberg-Partie schmorte der gebürtige Staßfurter gegen Dresden und Sandhausen dagegen die vollen 90 Minuten auf der Ersatzbank.

"Dafür gibt es solche Momente wie gegen Nürnberg. So kann man sich ins Team zurückspielen", setzt Krüger darauf, dass die Eigenwerbung gut ankam.

Krüger erhofft sich mehr Einsatzzeit

Florian Krüger legte nach seinem Tor den Zeigefinger auf die Lippen - ein Zeichen für seine Kritiker?
Florian Krüger legte nach seinem Tor den Zeigefinger auf die Lippen - ein Zeichen für seine Kritiker?  © picture point/Sven Sonntag

Immerhin: Auch ohne Ligaeinsätze war er zuvor nicht aus dem Tritt geraten. Wichtige Einsatzzeit sammelte der Youngster bei der "U20"-Nationalmannschaft, wo er gegen Polen über 14 Minuten und die Schweiz reichlich eine Stunde zum Einsatz kam.

Aber Krüger will mehr: "Ich habe bisher acht Zweitliga-Spiele gehabt, komme auf zwei Tore und zwei Vorlagen. Das sieht besser aus, als es sich anfühlt. Es wäre vermessen, mit Anfang 20 zu fordern, immer von Anfang an zu spielen, aber etwas mehr Einsatzzeit hatte ich mir schon erhofft!"

Vielleicht war Nürnberg für ihn die Initialzündung? "Wir besitzen eine intakte Mannschaft. Daher gibt es für den Trainer wenig Anlass etwas zu ändern. Ich weiß aber auch, dass ich von ihm meine Chancen bekomme. Und er weiß, dass er mich gebrauchen kann", meint Krüger.

Und wir haben es am Freitagabend gesehen!

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