15 Gegentreffer nach Standards: Ruhende Bälle eine echte Gefahr für Aue-Keeper Männel & Co.!

Aue - Es ist ein leidiges Thema, kommt notgedrungen aber stets wieder auf die Agenda: Der FC Erzgebirge bekommt gegnerische Standards nicht verteidigt, lässt dadurch zu viele Zähler liegen. In Stuttgart (0:3) fiel der Führungstreffer für den VfB nach einer Ecke. Für einen bis zu diesem Zeitpunkt uninspirierten Gastgeber war es der Dosenöffner.

Der Ball liegt im Netz! Nach einem Eckball hat Daniel Didavi (4.v.r.) getroffen und dreht jubelnd ab. FCE-Keeper Martin Männel liegt geschlagen am Boden, seine Teamkollegen schauen konsterniert drein - mal wieder nach einem Standard.
Der Ball liegt im Netz! Nach einem Eckball hat Daniel Didavi (4.v.r.) getroffen und dreht jubelnd ab. FCE-Keeper Martin Männel liegt geschlagen am Boden, seine Teamkollegen schauen konsterniert drein - mal wieder nach einem Standard.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Bis dahin hatten sie einen Torschuss", betont FCE-Keeper Martin Männel. Pascal Stenzel scheiterte dabei am Auer Kapitän, der seine Farben auf Augenhöhe hielt. Die Gäste setzten früh Akzente, standen zusehends immer tiefer gestaffelt und setzten nur noch auf Umschaltaktionen.

Stuttgart übernahm derweil die Kontrolle, fand aber keine Mittel, bis Dennis Kempe nach einem Eckball den Stand verlor und Daniel Didavi Aue den 15. (!) Gegentreffer nach einem ruhenden Ball einschenkte. "Ein Punkt wäre drin gewesen, weil wir gut verschoben haben, im Spiel gegen den Ball geduldig waren und uns an die taktische Marschroute hielten", ärgert sich Männel im Nachgang.

So aber nahm das Spiel den erwarteten Verlauf. Didavi noch vor der Pause und der späte Mario Gomez sorgten für ein doch standesgemäßes Ergebnis. Männel: "Mit dem Rückstand wurde es schwierig, bei dieser Mannschaft noch zu punkten."

Was bleibt, ist die Erkenntnis: Ruhende Bälle sind nicht mehr nur ein schnödes Problem, vielmehr sind sie eine echte Gefahr für den FCE! Elf der letzten 16 Gegentore fielen nach Standards. Jüngst traf neben Stuttgart auch Wiesbaden (0:1) nach einer Ecke.

Aue-Coach Schuster übt bereits die Verteidigung bei Standarts

FCE-Trainer Dirk Schuster legte in der Vorbereitung sehr viel Wert auf die Verteidigung von Standards.
FCE-Trainer Dirk Schuster legte in der Vorbereitung sehr viel Wert auf die Verteidigung von Standards.  © Picture Point/S. Sonntag

Dabei legte Coach Dirk Schuster in der Vorbereitung sehr viel Wert auf die Verteidigung von Standards. Zu 90 Prozent klappt das vielleicht auch, eventuell auch 95 Prozent, aber irgendwann rutscht einer durch. Der "Kumpelverein" bringt sich dadurch zu oft um den verdienten Lohn.

Als erste Maßnahme stellte Schuster im frühen Herbst von der Raum- auf eine kombinierte Raum-/Manndeckung um.

Fakt ist aber auch, dass mit der grundsätzlich defensiven Ausrichtung, wie sie praktiziert wird (in Stuttgart agierte der FCE gegen den Ball mit Sechser-Kette) gegnerische Standards - und seien es Eckbälle - einhergehen.

Auch steigt die Gefahr auf Freistöße direkt vor dem Sechzehner oder aus dem Halbfeld.

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