Aue-Stürmer Krüger macht richtig Druck, Schützenhilfe von Leonhardt

Aue - Das ist kein Anklopfen mehr, sondern ein Hämmern an die Tür zur Startelf! FC Erzgebirge-Kicker Florian Krüger durfte gegen den Karlsruher SC (1:1) erstmals seit dem dritten Spieltag wieder von Beginn an ran - und lieferte.

Sein bisher wichtigstes Saisontor: Florian Krüger (Nr. 11) köpfte im völlig verrückten Heimspiel gegen Nürnberg den Siegtreffer zum 4:3 für die Veilchen.
Sein bisher wichtigstes Saisontor: Florian Krüger (Nr. 11) köpfte im völlig verrückten Heimspiel gegen Nürnberg den Siegtreffer zum 4:3 für die Veilchen.  © picture point/Sven Sonntag

Seine piekfeine Vorlage verwertete Jan Hochscheidt und bescherte dem 20-Jährigen den fünften Scorer-Punkt.

"Zum ersten Mal seit vielen Wochen durfte ich in der Liga wieder von Beginn an ran und bin froh, dass es ein ordentliches Spiel war. Jetzt will ich mich auch festspielen", gibt sich Krüger forsch.

Zurecht! In elf Zweitliga-Einsätzen kommt der Offensivspieler auf zwei Tore und drei Vorlagen - bei 400 Spielminuten. So effektiv wie er ist kein anderes Veilchen.

Registriert wurde dies auch bei den Putzobersten. "Krüger katapultiert sich mit solchen Leistungen in die erste Elf. Für mich hat er, wenn er seine Form bestätigt, das Zeug, gesetzt zu werden", unterstreicht Klubboss Helge Leonhardt.

Und das nicht nur, weil Jan Hochscheidt wegen seiner roten Karte aus dem Karlsruhe-Spiel gegen St. Pauli und in Bochum gesperrt ist.

Aue-Boss Leonhardt: "Angriff ist immer die beste Verteidigung"

FCE-Boss Helge Leonhardt: "Angriff ist immer die beste Verteidigung und da werden Spiele gewonnen!"
FCE-Boss Helge Leonhardt: "Angriff ist immer die beste Verteidigung und da werden Spiele gewonnen!"  © picture point/Sven Sonntag

"Wir besitzen die personellen Möglichkeiten, um offensiv variabel und nicht nur mit einer Spitze zu agieren. Wir können mit einem, zwei und drei Angreifern spielen. Das weiß unser Trainer auch", so Leonhardt und schiebt sofort nach: "Angriff ist immer die beste Verteidigung und da werden Spiele gewonnen!"

Der Aue-Patriarch liefert auch sofort das passende Beispiel. "Ich erinnere mich gerne an unsere Sternstunde gegen Union Berlin letzten Dezember. Da haben wir mit drei Stürmern gespielt und 3:0 gewonnen", so Leonhardt.

Krüger lief damals neben seinem Kumpel und dreifachen Torschützen Pascal Testroet sowie Emmanuel Iyoha auf.

In dieser Spielzeit kam er erst vier Mal von Beginn - in den ersten drei Spielen unter Ex-Coach Daniel Meyer und jetzt erstmals unter Schuster. Unter Meyer fiel der gebürtige Staßfurter in den Auftakt-Partien gegen Fürth und Wiesbaden mit einem Treffer und zwei Assists auf. Nachfolger Schuster bescherte er mit seinem Tor zum 4:3 den Last-Minute-Heimsieg gegen Nürnberg und nun mit einer Vorlage den Zähler beim KSC.

Wenn das nicht ausreicht, kann er bei der DFB "U20"-Nationalmannschaft zusätzliche Argumente liefern. Mittwoch ging es zur Auswahl und mit dieser nach Portugal. "Es ist diesmal zwar nur ein Spiel, aber ich hoffe am Montag zusätzliche Minuten sammeln zu können", so Krüger.

In Karlsruhe gab Florian Krüger (r.) die geniale Vorlage zum 1:0. Torschütze Jan Hochscheidt (l.) und Dimitrij Nazarov jubelten mit ihm.
In Karlsruhe gab Florian Krüger (r.) die geniale Vorlage zum 1:0. Torschütze Jan Hochscheidt (l.) und Dimitrij Nazarov jubelten mit ihm.  © picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0