Tabellenzweiter: Erzgebirge Aue mit ganz viel Dusel zum nächsten Sieg!

Aue - Zwei Spiele, zwei Siege. Man darf es gar nicht schreiben: Der FC Erzgebirge Aue steht auf Aufstiegsrang zwei. Das 3:2 (2:1) gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden war aber vor 9500 Zuschauern verdammt glücklich.

Aue-Stürmer Pascal Testroet beglückwünscht Florian Krüger zu dessen Treffer zum 1:0.
Aue-Stürmer Pascal Testroet beglückwünscht Florian Krüger zu dessen Treffer zum 1:0.

Nach einer abgezockten wie starken ersten Hälfte ließ sich Aue danach zu weit in die eigene Hälfte drängen und hatte oft, sehr oft einfach nur Dusel, weil der Gast vorm Tor so schlampte.

Sei es drum. Mit sechs Punkten sind die Veilchen letztmals 2013 gestartet. Perfekt!

André Meyer wechselte in Vertretung von Bruder Daniel nur einmal, der wieder genesene Pascal Testroet kam für Philipp Zulechner. Ansonsten spielte das Team, das Fürth 2:0 schlug.

Auf dem Rasen entwickelte sich von Beginn ein schnelles, hoch intensives Spiel. Es ging von links nach rechts und postwendend von rechts nach links.

Beide überbrückten das Mittelfeld im Sprinttempo. Dabei wurden aber auch zahlreiche Fehler eingestreut.

Wenn alles klappte, wurde es hüben wie drüben brandgefährlich, weil sich auch die Stürmer nicht damit aufhielten, viel Zeit zu verlieren.

Beim FCE klappte nach 19 Minuten erstmals alles perfekt. Einen weiten Ball von Philipp Riese nahm Testroet gekonnt mit der Brust mit, drehte sich, lief bis zur Torauslinie und passte zurück. Florian Krüger musste nur noch den Fuß zum 1:0-Führungstreffer hinhalten.

Dimitrij Nazarov trifft zum 2:0 für den FC Erzgebirge Aue

Dimitrij Nazarov traf mit einem platzierten Distanzschuss zum 2:0 für Aue.
Dimitrij Nazarov traf mit einem platzierten Distanzschuss zum 2:0 für Aue.

Das war der Auftakt zu einer wilden Fahrt, Jan Hochscheidt (24.) und Testroet (29.) ließen das 2:0 liegen, dafür klärte Hochscheidt nach einer Ecke gegen Sebastian Mrowca (31.) auf der Linie.

Drei Minuten später fühlte sich keiner für Dimitrij Nazarov zuständig. Da zog er aus 25 Metern mal furztrocken ab. Was für eine Fackel - 2:0.

Aber Aue brachte das nicht in die Pause, weil die Abwehr einmal nicht konsequent zupackte.

Marvin Ajani flankte von rechts, Jeremias Lorch verlängerte per Kopf und Phillip Tietz stocherte die Kugel ins Netz.

Mit zwei Minuten Verzögerung durch den Videoschiedsrichter zählte der Treffer. Mit dem 2:1 ging es in die Kabine.

Die zweite Hälfte brauchte ein Stück, um in Fahrt zu kommen. Bei Aue dauerte es wie schon vor einer Woche zu lange, denn Wiesbaden gab den Ton an.

Der FCE war zu passiv, bettelte förmlich um den Ausgleich und konnte sich beim eingewechselten Manuel Schäffler (63.) bedanken. Er drosch die Kugel aus drei Metern bedrängt von Fabian Kalig übers Tor.

Tom Baumgart sorgt für die Vorentscheidung zugunsten des FC Erzgebirge Aue

Tom Baumgart (M.) feiert seinen Treffer zum 3:1 für Aue mit den Fans.
Tom Baumgart (M.) feiert seinen Treffer zum 3:1 für Aue mit den Fans.

Wenig später verzog Lorch nur knapp. Es hätte längst 2:2 stehen müssen - und die Veilchen waren noch nicht mal vorm Tor der Gäste!

Aue bekam keinen Zugriff mehr, eine Wiesbadener Welle nach der anderen schwappte in den Strafraum, Konter verpufften.

Etliche SV-Flanken wurden nur um Haaresbreite vorbei. Erst eine Viertelstunde vor Schluss bekamen die Erzgebirge die Partie in den Griff.

Die erste Chance gab es 180 Sekunden später: Der eingewechselte Tom Baumgart flankte, der ebenfalls reingekommene Philipp Zulechner köpfte perfekt, doch Lukas Watkowiak packte eine Monsterparade aus.

Vier Minuten später stellte Baumgart mit seinem ersten Tor für Aue auf 3:1. Er sprintete die komplette rechte Seite runter, schwenkte nach innen und schlenzte die Kugel aus 18 Metern ins lange Eck - ein geiles Ding!

Und der musste auch sein, weil Fabian Kalig kurz vorm Ende den Ball leichtfertig vertändelte und Maximilian Dittgen (89.) den Ball aus 18 Metern zum 2:3-Endstand in den Winkel schweißte!

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