Aue beim SVS nicht mit 100 Prozent auf dem Platz: "Eine Warnung, nicht schludrig zu sein"

Aue - Wie ist das 2:2 beim SV Sandhausen einzuordnen? Eine einheitliche Meinung dazu gab es beim FC Erzgebirge am Sonnabend direkt nach Spielende nicht. Klar, zeigte sich erstmal jeder damit zufrieden, dass es trotz mäßiger Leistung und 1:2-Rückstand noch zu einem Zähler reichte.

Martin Männel sitzt in Sandhausen auf dem Rasen. Trotz des Punktgewinns war Aues Kapitän nicht mit allem einverstanden.
Martin Männel sitzt in Sandhausen auf dem Rasen. Trotz des Punktgewinns war Aues Kapitän nicht mit allem einverstanden.  © imago images/Oliver Zimmermann

Kapitän Martin Männel gehörte dazu: "Es ist in Ordnung, wenn man einen Punkt aus Sandhausen entführt." Warum er mit dem Ergebnis einverstanden war? "Wir sind den Großteil der Spielzeit nicht mit 100 Prozent auf dem Platz gewesen", erklärt Männel.

Dabei lief zu Beginn alles für die Gäste. Wie schon in der Vorsaison, damals traf Pascal Testroet in der ersten Minute, ging Aue - diesmal durch ein Eigentor in der fünften Minute - früh in Führung. Konnte damit aber diesmal nicht viel anfangen.

Statt den defensiv wahrlich nicht sattelfesten Gegner konsequent weiter zu bespielen und in Schwulitäten zu bringen, kehrte bei Aue der Schlendrian ein und Sandhausen bestrafte dies prompt mit einem Doppelschlag durch Aziz Bouhaddouz (16.) und Kevin Behrens (26.).

Martin Männel (r.) machte in Sandhausen einen guten Job, fischt hier den Ball vor Erik Zenga weg.
Martin Männel (r.) machte in Sandhausen einen guten Job, fischt hier den Ball vor Erik Zenga weg.  © imago images/foto2press

"Das ist halt Fußball", rang Männel nach Spielschluss um eine Erklärung. In der Kult-Sportsendung "Doppelpass" wären jetzt fünf Euro ins Phrasenschwein gewandert... "Die erste Halbzeit ist an und für sich offen gewesen. Durch eine Standardsituation und eine Flanke, die wir nicht gut verteidigen, ist das Spiel gedreht und der Gegner kommt mit der zweiten Luft - und das obwohl wir ihm einen frühen Genickschlag verpasst hatten."

Mit dieser eingehenden Analyse kommt Männel nochmal zum Anfang zurück: "Psychologie spielt eine große Rolle - vielmehr als man es selbst wahrhaben möchte. Das lässt ein Spiel komplett kippen. So ist Fußball."

Aber - und das ist auch so ein Phrase: Das Spiel dauert eben 90 Minuten und für die hatte der "Kumpelverein" noch einen im Köcher. Pascal Testroet (77.) egalisierte das 1:2 per Handelfer und sicherte noch den einen Zähler.

"Dass wir es hinbekamen, das Spiel wieder auf unsere Seite zu drehen und zumindest mit einen Punkt aus Sandhausen fahren, ist für mich ein Erfolg. Trotzdem sollte es uns eine Warnung sein, weder unter der Woche noch in irgendeiner Phase des Spiels schludrig zu sein. Sonst wird aus jeder 1:0-Führung ganz schnell ein 1:2", redet Männel seinen Mannschaftskollegen ins Gewissen.

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