FC Erzgebirge Aue kassiert erwartbare Pleite beim VfB Stuttgart

Stuttgart - Die Überraschung ist ausgeblieben! Der FC Erzgebirge musste sich dem favorisierten VfB Stuttgart beugen und bezog vor 50.846 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena die erwartbare 0:3 (0:2)-Pleite.

Aue-Stürmer Dimitrij Nazarov in Aktion gegen Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart.
Aue-Stürmer Dimitrij Nazarov in Aktion gegen Nicolas Gonzalez vom VfB Stuttgart.  © Tom Weller/dpa

Coach Dirk Schuster nahm zwei Veränderungen vor. Für den angeschlagenen Florian Krüger stürmte erwartungsgemäß Christoph Daferner. John Patrick Strauß ersetzt den gesperrten Calogero Rizzuto (5. Gelbe).

Taktisch griff Schuster tief in die Trickkiste. Bei eigenem Ballbesitz baute der FCE im 4-1-4-1 auf. Griff Stuttgart an, gingen die Gäste zum 6-3-1 über.

Aue igelte sich aber nicht von Beginn an hinten ein, sondern versuchte mitzuspielen. Keine fünf Minuten waren absolviert, da setzte sich Clemens Fandrich auf der linken Bahn durch und fand mit seiner Flanke den gut postierten Strauß. Der kam aus acht Metern relativ unbedrängt zum Kopfball, brachte aber nicht genug Druck hinter seinen Abschluss. Die Gäste blieben weiter dran. Daferner verlängerte einen Eckball von Jan Hochscheidt per Hacke kreuzgefährlich aufs kurze Eck (7.).

Der VfB benötigte die ersten zehn Minuten, um zu seinem Spiel zu finden und spulte danach sein Programm routiniert ab. Großartige Möglichkeiten blieben vorerst (noch) aus. Das änderte sich rasch. Gonzalo Castro servierte einen Eckball an den Elfmeterpunkt. Dennis Kempe stolperte im Kopfballduell mit Nathaniel Philipps und legte für Daniel Didavi (34.) auf.

Wenig später rutschte Martin Männel beim Abwurf der Ball aus den Händen. Silas Wamangituka reagierte gedankenschnell und chippte das Leder über den FCE-Keeper - aber auch übers Gehäuse.

VFB-Angreifer Gomez macht in der Nachspielzeit gegen Aue den Deckel drauf

Ganz und gar nicht zufrieden: Aue-Coach Dirk Schuster.
Ganz und gar nicht zufrieden: Aue-Coach Dirk Schuster.  © Tom Weller/dpa

Wamangituka blieb ein ständiger Unruheherd. Ihn bekamen die Auer kaum gestoppt - mit Folgen! Der 21-jährige Kongolese zog nach Ballgewinn gegen Kempe am eigenen Strafraum den Sprint an, überlief vier Gegenspieler und leitete weiter zu Castro. Über Philipp Förster gelangte die Kugel zu Didavi (42.), der artistisch per Seitfallzieher erhöhte.

Stuttgart schaltete nach dem Seitenwechsel mehrere Gänge runter und begnügte sich vornehmlich mit Ballbesitz. Brenzlig wurde es nochmals bei einem direkten 20-Meter-Freistoß von Didavi, den Männel aus dem linken Eck kratzte (69.).

Von Aue kam wenig bis gar nix. Das änderte sich erst mit der Hereinnahme von Krüger (73.), der nach Vorlage von Hochscheidt erst selbst an VfB-Keeper Gregor Kobel scheiterte (77.) und danach das Auge für den freien Pascal Testroet bewies.

Der hatte nun aus zehn Metern die riesige (!) Gelegenheit, doch Stuttgarts Pascal Stenzel warf sich dazwischen.

Das wär's nochmal gewesen! Stattdessen band Mario Gomez (90.+1) den Sack spät zu.

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0