Aue-Trainer Dirk Schuster hebt trotz der bisherigen Sahne-Saison seiner Mannschaft nicht ab

Aue - O du fröhliche Veilchen-Zeit! Der FC Erzgebirge ging am Sonnabend in die Weihnachtsferien, wie er aus der Sommerpause gestartet war: mit einem Sieg gegen Greuther Fürth.

Dirk Schuster lässt sich von der guten Ausgangsposition zur Weihnachtspause nicht beirren und mahnt die Spieler.
Dirk Schuster lässt sich von der guten Ausgangsposition zur Weihnachtspause nicht beirren und mahnt die Spieler.  © picture point/Sven Sonntag

Im "Kumpelverein" können sie über die Feiertage zurecht auf eine gelungene Herbstrunde anstoßen. Überschwänglich gefeiert wird trotz der 29 Punkte und eines starken fünften Tabellenplatzes jedoch nicht .

"Wir sind gut beraten, den Blick für die Realität oben zu behalten. Vor uns liegt noch ein steiniger Weg", schärft Dirk Schuster jedem vor den Weihnachtsferien noch einmal ein. "Das hat nichts mit Tiefstapelei zu tun, sondern ist gesunder Realitätssinn, wie wir ihn an den Tag legen sollten. Die 29 Punkte fühlen sich gut an, trotzdem sind wir gut beraten, in unserer täglichen Arbeit weiter fleißig, intensiv und akribisch zu bleiben."

Erfahrene Trainer wie er haben schon viel erlebt, mitunter auch das Pferd vor der Apotheke kotzen sehen. Die Würzburger Kickers zum Beispiel schlossen die Hinrunde 2016/17 mit 27 Zählern als Sechster ab, holten danach keinen einzigen Sieg mehr und gingen mit 34 Punkten in die 3. Liga.

In Aue bleiben sie in Anbetracht solcher Negativbeispiele demütig. "Wenn man sieht, wie eng es für uns an den ersten 18 Spieltagen zuging, kann sich jeder ausmalen, dass das Pendel vielleicht auch mal zu anderen Seite ausschlägt. Wir haben uns unsere Punkte mit sehr viel Einsatz, Leidenschaft, Moral und Mentalität erfightet. Da war kaum ein Spiel dabei, wo man sich schon einmal frühzeitig zurücklehnen konnte", betont Schuster.

Und der Coach weiß auch: "Die Mannschaften, die in der Tabelle etwas weiter unter angesiedelt sind, werden brutal aufrüsten. Genauso werden die, die oben dran schnuppern, alles in die Waagschale werfen. Vor diesem Hintergrund und mit unseren wirtschaftlichen Voraussetzungen kann die Zielstellung zum jetzigen Zeitpunkt nur lauten, die ominöse 40-Punkte-Marke schnellstmöglich zu knacken."

Die Weihnachtszeit kommt da gerade recht, um mal abzuschalten und die Akkus für die Rückrunde aufzuladen.

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