Aues Wydra überzeugte beim Hamburger SV als Sechser vor der Abwehr

Aue - "Hamburg liegt uns", grinst Aues Dominik Wydra. "Auf St. Pauli gewonnen, beim HSV jetzt einen Punkt mitgenommen. Da können wir zufrieden sein", strahlt der Österreicher. Wie schon bei den Kiez-Kickern überzeugte er an der Elbe, lieferte vielleicht sogar sein bestes Spiel im Auer Trikot ab. Ihm taugt die Stadt tatsächlich.

Dominik Wydra verlor im Volksparkstadion kein Kopfballduell. In dieser Szene klärt er eine Ecke der Hamburger.
Dominik Wydra verlor im Volksparkstadion kein Kopfballduell. In dieser Szene klärt er eine Ecke der Hamburger.  © picture point/Sven Sonntag

Wydra spielte diesmal nicht in der Abwehr, sondern als Staubsauger davor. "Agieren wir mit einer Fünferkette, spiele ich liebe zentral hinten drin, spielen wir mit Viererkette fühle ich mich davor wohler. Ich bin ja gelernter Sechser", sagt er zu seiner Lieblingsposition. Und genau das hat man gesehen.

Selten war der Ösi so präsent wie in dieser Partie. Er lief 12 Kilometer, verlor kein Kopfballduell, zeigte sich vehement am Mann und kurbelte gerade auch das Spiel seiner Truppe nach vorn an. Wydra hatte richtig Spaß.

"Klar fetzt das, geiles Stadion, geile Kulisse. Da macht das gleich noch mehr Spaß. Ich glaube, ich habe meinen Job ordentlich erledigt. Viel wichtiger war, dass wir etwas mitgenommen haben", wollte er er seine Leistung nicht zu hoch hängen.

Das tat aber sein Trainer Daniel Meyer: "Bockstark", fand er den Auftritt von Wydra. "Ich habe es schon einmal im Herbst gesagt, rein vom fußballerischen Können her, ist ,Wydi' ein Erstligaspieler. Er verfügt über die nötige Technik, ist physisch stark, antizipiert hervorragend. In Hamburg hat er genau das gezeigt. Er hat enorm mit seinem Körper gearbeitet", lobt der Coach.

Vertrag von Wydra läuft am 30. Juni aus

Die Hände zum Himmel: Dominik Wydra nach dem Abpfiff in Hamburg. Er hatte sich nach einer starken Leistung mit seinem Team ein 1:1 erkämpft.
Die Hände zum Himmel: Dominik Wydra nach dem Abpfiff in Hamburg. Er hatte sich nach einer starken Leistung mit seinem Team ein 1:1 erkämpft.  © Imago Images / Jan Huebner

Wydra hatte immer gute Partien in der Saison dabei, überzeugte vor allem oft als Abwehrchef. Doch er hatte auch extreme Hänger eingebaut, siehe das Hinspiel im September gegen Sandhausen. Auch da spielte er als Sechser den Staubsauger vor der Abwehr.

Meyer nahm ihn damals noch vor der Pause vom Feld. "Er stand sich oftmals selbst im Wege, weil er immer mal wieder Böcke drin hatte. Die machte ihm mental zu schaffen", so Meyer. "Was er kann, das zeigte er jetzt in Hamburg. Das sollte ihm das nötige Selbstvertrauen für die letzten vier Spiele geben", sagt der Coach.

So ganz nebenbei spielt der Österreicher auch um einen neuen Vertrag. Seiner läuft am 30. Juni aus. Aue hat ihn noch nicht verlängert. Mit der Leistung von Hamburg sollte es nur Formsache sein.

Trainer Daniel Meyer fand es einfach "bockstark".
Trainer Daniel Meyer fand es einfach "bockstark".  © picture point/Sven Sonntag

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