Kaiserslautern gegen Waldhof Mannheim: Fußball-Chaoten quälen Schwein!

Mannheim - Vor dem Hochrisikospiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim haben offenbar Fußball-Chaoten ein Schwein gequält und mit Hass-Parolen übersäht!

© DPA

Wie die Berufstierrettung Rhein-Neckar (BRN) auf ihrer Facebook-Seite berichtet, wurde das Tier am Freitag auf dem RNS-Sportgelände (Rhein-Neckar-Stadion, Anm. d. Red.) aufgefunden. "Niemand weiß, wo es herkam und niemand weiß, wer es so zugerichtet hat", schreiben die Tierretter.

Das Tier wurde demnach beidseitig besprüht. "Bei der Nachricht handelt es sich um eine Schmähparole gegen den rivalisierenden Fußballclub", schreibt die BRN. Und: "Aus Prinzip zeigen wir die Bilder dieser Nachricht nicht."

Was genau die Täter auf dem völlig erschöpften und dehydrierten Tier hinterlassen haben, meldet derweil der SWR. Demnach stand dort etwa "Lautern-Schweine gibt es auch in Eurer Stadt".

Laut BRN war das gequälte und mit Striemen übersäte Schwein zu schwach, um noch selbstständig aufstehen zu können. Weil die Unbekannten die Ohrmarke entfernt haben, sei auch unklar, wem das Tier gehöre.

"Völlig unkompliziert stellte das Tierheim Mannheim einen Anhänger für den Transport zur Verfügung, während das Tierheim Frankenthal ohne zu zögern der Aufnahme des Schweines zusagte", heißt es in dem Facebook-Beitrag weiter.

Schwein erholt sich im Tierheim

Dieses Bild des völlig erschöpften Schweins hatten die Tierretter gepostet.
Dieses Bild des völlig erschöpften Schweins hatten die Tierretter gepostet.  © Screenshot: Facebook.de/Berufstierrettung Rhein-Ne

Und: "Leider hat das Tier immer noch mit den Folgen der Misshandlung zu kämpfen, so Simone Jurijiw, die 1. Vorsitzende des Tierheim Frankenthal, welches das Schwein nun intensiv betreut. Fassungslosigkeit und Wut begleiten sie derzeit."

Beim BRN war man sich unsicher, ob man den Fall öffentlich machen soll: "Ehrlich gesagt waren wir uns nicht sicher, ob wir den Tätern für diese Tierquälerei eine Bühne geben sollen. Denn offensichtlich ist es genau das, was sie damit bezwecken wollten. Aber wer sind wir, wenn wir dem Tier die Stimme versagen?"

Die Tierfreunde zeigen sich überzeugt, dass das Vorgefallene gesehen werden sollte: "Von den verfeindeten Fußballclubs, deren Vorstände, deren Geschäftsführer, deren Spieler, deren Fans und dem deutschen Fußballbund. Denn das ist KEIN Fußball! Das ist KEIN Fan!"

Laut SWR-Angaben hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, jedoch noch keine Hinweise auf die Täter. Auch wem das Schwein gehört, muss erst noch ermittelt werden.

Das Tierheim Frankenthal hat derweil ein Foto des Tieres, das sie kurzerhand "Lotta" getauft haben auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Demnach hat sich Lotta offenbar etwas erholt, doch: "Vollständige Entwarnung um ihren Gesundheitszustand können wir noch nicht geben , aber wir sind zuversichtlicher als gestern Abend."

Sollte sich das Tier erholen, dann sieht die Zukunft gut aus: "Nein, sie wird nicht geschlachtet, wir haben einen super tollen Platz für sie in Aussicht, wenn alle amtlichen Dinge geklärt sind."

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