13 Leihspieler beim 1. FC Köln: Wie plant Sportchef Heldt?

Köln – Leihgeschäfte erlaubten dem 1. FC Köln in dieser Saison eine flexible Kadergestaltung. Im Sommer stehen jedoch Entscheidungen bei bis zu 13 Spielern an.

Yann Aurel Bisseck feierte im November 2017 mit 16 Jahren sein Bundesligadebüt für den 1. FC Köln.
Yann Aurel Bisseck feierte im November 2017 mit 16 Jahren sein Bundesligadebüt für den 1. FC Köln.  © Ina Fassbender/dpa

In den beiden vergangenen Transferperioden hat der 1. FC Köln insgesamt zehn Spieler an andere Vereine verliehen, drei kamen auf Leihbasis hinzu.

Grundsätzlich erfolgte die Luftveränderung der Akteure aus zwei Gründen. Entweder sollten die Spieler in ihren neuen Vereinen auf Zeit Spielpraxis sammeln, oder aber die Leihen sind angesichts der mangelnden Perspektive eher Zwischenlösungen.

In die erste Kategorie fallen die drei Talente Jan-Christoph Bartels (20), Yann Aurel Bisseck (19) und Tomas Ostrak (20). Torwart Bartels verletzte sich bei seinem ersten Einsatz für Wehen Wiesbaden Ende September schwer (TAG24 berichtete) und fällt seitdem aus.

Der Tscheche Ostrak sammelte zwar in der Hinrunde Spielpraxis beim TSV Hartberg in der 1. Liga Österreichs, fand sich aber zuletzt nur noch auf der Bank wieder. Auch Verteidiger Bisseck kommt nur auf zehn Einsätze für Roda Kerkrade (2. Liga Niederlande), nachdem ihn zu Saisonbeginn eine Fußverletzung ausgebremst hatte.

Wirklich eingeschlagen ist also keiner aus diesem Trio, das wohl noch Zeit braucht.

Finden Horn, Koziello & Co ihr Glück in der Fremde?

Jannes Horn (l) ist derzeit an Zweitligist Hannover 96 verliehen.
Jannes Horn (l) ist derzeit an Zweitligist Hannover 96 verliehen.  © Peter Steffen/dpa

In sieben Fällen legte der 1. FC Köln Spielern eine Ausleihe nahe, da die Perspektive auf Einsätze sehr gering war bzw. sich kein Kaufinteressent fand.

Der Portugiese João Queirós kam im Sommer 2017 für drei Millionen und konnte sich nun auch bei seiner zweiten Leihstation Willem II Tilburg (1. Liga Niederlande) nicht durchsetzen.

Linksverteidiger Jannes Horn (23) darf sich nach seinem Wechsel zu Hannover 96 nun Stammspieler nennen. Der Zweitligist besitzt eine Kaufoption über 2,5 Millionen. Bleibt Horn in Hannover, wäre sein Fall aus Kölner Sicht zwar geklärt, allerdings mit einem großen Verlust (2017 kostete Horn sieben Millionen Euro).

Auch bei Louis Schaub (25) besitzt sein Leihverein Hamburg eine Kaufoption, die wohl aber nur im Aufstiegsfall gezogen wird. Der Österreicher kommt bei seinem aktuellen Verein wie auch die ebenfalls verliehenen Vincent Koziello (24) und Lasse Sobiech zum Einsatz.

Sonderfälle sind Salih Özcan (22 ) und Frederik Sörensen (27). Im Falle von Özcan besitzt Kiel eine Kaufoption, wobei auch eine Rückkehr zum FC möglich sein könnte. Diese ist auch für den Dänen Sörensen eine Option. Der 27-Jährige war Stammspieler bei den Young Boys Bern, musste sich dann aber im Winter einer Knieoperation unterziehen, der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist noch ungewiss.

Bleiben Leistner und Uth?

Mark Uth (28) durfte zuletzt gegen den FC Schalke 04 nicht spielen.
Mark Uth (28) durfte zuletzt gegen den FC Schalke 04 nicht spielen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Winter verstärkte der 1. FC Köln seinen Kader mit den ausgeliehenen Elvis Rexhbecaj (22), Toni Leistner (29) und Mark Uth (28). Bei Leistner sicherte sich der Verein eine Kaufoption.

Im Fall von Rexhbecaj soll der FC laut "Express" auch ein Zugriffsrecht haben. Dessen Ausleihe läuft zwar bis 2021, womöglich greift der 1. FC Köln aufgrund der Leistungen aber auch schon früher zu.

Stürmer Uth soll dagegen in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel über 10 Millionen Euro haben, wie Sport Bild berichtete. Ob er dem FC diese Summe wert ist? Sein Leistungsvermögen zeigte der Rückkehrer mit drei Toren und zwei Assists in fünf Spielen.

Für Uth und die anderen noch offenen Personalien gilt: Je früher der 1. FC Köln den Klassenerhalt perfekt macht, desto eher kann die Kaderplanung für die neue Saison umgesetzt werden.

In der Vorsaison hatte der 1. FC Köln nur vier Spieler verliehen. Während die Talente Joao Queiros und Yann Aurel Bisseck deutlich weniger Spielpraxis als erhofft sammelten, fanden sich in zwei weiteren Fällen immerhin Lösungen. Tim Handwerker und Serhou Guirassy verließen den Verein im Anschluss an ihre Ausleihen und brachten dabei auch Ablösesummen ein.

FC-Sportdirektor Horst Heldt muss über die Zukunft von insgesamt 13 Kölner Leihspielern entscheiden.
FC-Sportdirektor Horst Heldt muss über die Zukunft von insgesamt 13 Kölner Leihspielern entscheiden.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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