Wackelt Köln-Trainer Anfang? Das sagt Veh dazu

Köln – Nach nur einem Sieg aus drei Spielen ist FC-Trainer Markus Anfang (44) zuletzt in die Kritik geraten, obwohl sein Team Platz eins der zweiten Liga belegt. Geschäftsführer Armin Veh (58) verteidigte den Coach in einem Interview.

© DPA

Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger bestritt Veh zunächst, dass der 1. FC Köln derzeit den dritten Einbruch in dieser Saison erlebe: "Damit kann ich nichts anfangen, dass nach Spielen, die du nicht hoch gewinnst, gleich alles infrage gestellt wird."

Für ihn sei es am wichtigsten, das Ziel (Aufstieg) zu erreichen, auch der Zeitpunkt spiele keine Rolle. Veh sieht den Aufstieg "nicht gefährdet".

In Bezug auf Trainer Markus Anfang fand Veh anerkennende Worte, vermied aber ein klares Bekenntnis. Wenn Anfang den Aufstiegs schaffe, habe er eine Leistung erbracht.

Auf die Frage, ob es mit dem Trainer in die neue Saison gehe, antwortete Veh: "Es ist doch immer das gleiche Spiel. Sobald ich etwas sage, ist es verkehrt." Markus Anfang habe beim FC einen Vertrag bis 2021.

Auf Nachfrage ging Veh dann in den Verteidigungsmodus über: "Unser Trainer ist mit seiner Mannschaft Tabellenführer und hat sechs bzw. acht Punkt Vorsprung auf Platz zwei und drei. Dass ich dazu gefragt werde, ist eigentlich ein Witz."

Im Interview sprach Veh außerdem über die Erwartungshaltung in Köln, Demokratie in einem Verein wie dem 1. FC Köln und die finanziellen Möglichkeiten in der nächsten Saison.

Kölner Aufstieg auf dem Sofa?

Vier Spieltage vor Saisonende belegt der 1. FC Köln den ersten Tabellenplatz und hat einen ordentlichen Vorsprung auf Platz zwei (sechs Punkte) und den Relegationsplatz (acht Punkte). Zuletzt verlor das Team jedoch mit 0:3 in Dresden.

Für den sicheren Aufstieg braucht Köln noch fünf Punkte. Mit einem Sieg gegen Darmstadt und passenden Ergebnissen der Mitkonkurrenten ist der Aufstieg auch schon am kommenden Spieltag möglich. Erleben würden die Kölner diesen am Sonntag allerdings als Zuschauer quasi "auf dem Sofa".

Update, 14.10 Uhr: PK vor Darmstadt

Vor dem kommenden Heimspiel zeigte Trainer Markus Anfang Verständnis für den Fan-Frust, stellte sich aber vor die Mannschaft: "Ich möchte trotzdem meine Jungs schützen. Sie haben mich in den zuletzt für mich persönlich schwierigen Wochen sehr unterstützt."

Noch habe man den Anstieg in der Hand. Am Freitag fordert der Coach Leistung. Während Modeste und Horn noch fraglich sind, könnte Talent Katterbach eine Kaderoption sein.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema 1. FC Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0