BVB eine Nummer zu groß: Warum Köln in Dortmund unterging

Köln – Einige FC-Fans hatten schon ein wenig gehofft auf einen (Teil-) Erfolg des 1. FC Köln bei Borussia Dortmund. Dass es am Ende eine 1:5-Klatsche gab, hatte mehrere Gründe.

Kölns Keeper Timo Horn konnte das 2:0 durch Marco Reus nicht verhindern (29.).
Kölns Keeper Timo Horn konnte das 2:0 durch Marco Reus nicht verhindern (29.).  © David Inderlied/dpa

Gegen die Zuhause in dieser Saison noch ungeschlagenen Dortmunder hätte schon alles passen müssen, um den ersten Auswärtssieg seit 1991 zu erreichen.

Leider begann das Spiel aus Kölner Sicht denkbar schlecht. Es war nicht einmal eine Minute gespielt, da ging der BVB bereits in Führung. Dortmund hatte das Spiel mit einem langen Ball von Hummels eröffnet, eine Variante, die später auch zum 2:0 führte.

Köln verschlief den Spielbeginn beider Halbzeiten und fing sich dadurch zwei Gegentore ein. Bereits im Heimspiel gegen Wolfsburg waren die Geißböcke schlecht ins Spiel gestartet.

Defensiv präsentierten sich die Kölner weitgehend kompakt, hatten aber ihre Probleme mit dem Tempo und der individuellen Qualität der Dortmunder Offensive. Angesichts der Kaderunterschiede beider Teams verwunderte das nicht.

Offensiv machte Köln (40 % Ballbesitz) leider zu wenig aus den Möglichkeiten. Denn der BVB ist defensiv durchaus verwundbar, was 27 Gegentore bis zum 19. Spieltag belegen.

Uths Premierentor macht Hoffnung

BVB-Joker Erling Haaland (19) traf nach seiner Einwechslung zweimal gegen den 1. FC Köln.
BVB-Joker Erling Haaland (19) traf nach seiner Einwechslung zweimal gegen den 1. FC Köln.

Die Geißböcke traten offensiv jedoch erst in der zweiten Hälfte zwingend in Erscheinung. Vor dem Seitenwechsel wurden mehrmals Gelegenheiten zu schnellen Gegenstößen gegen die eher langsame BVB-Abwehr verpasst.

Dortmund zeigte sich am Freitagabend recht effizient und bestrafte die Kölner Abwehrfehler eiskalt. Angesichts der 3:1-Führung fand Joker Haaland dann perfekte (Konter-) Bedingungen vor und traf erneut zweimal. Bei beiden Toren des Norwegers sah FC-Keeper Timo Horn allerdings unglücklich aus.

Da die Dortmunder Offensive an diesem Abend ins Rollen kam, setzte es erstmals in dieser Saison fünf Gegentore. Wie auch gegen die Spitzenteams in München (4:0) und in Leipzig (4:1) war das Ergebnis am Ende deutlich.

Die Kölner sind gut beraten, die Niederlage schnell abzuhaken. Mit Freiburg wartet am kommenden Sonntag (2. Februar, 15.30 Uhr) ein Gegner, gegen den mehr möglich sein sollte.

Angesichts der spielerischen Mängel könnten für den FC dann auch wieder Standardsituationen hilfreich sein. Gegen Dortmund traf Uth nach einer Ecke, im Heimspiel gegen Wolfsburg (3:1) fielen sogar zwei Tore nach Standards.

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