Er will endlich spielen: Jetzt spricht Kölns Anthony Modeste

Köln – Seit seiner Kündigung bei Tianjin Quanjian wartet Stürmer Anthony Modeste nun schon seit Monaten auf eine Entscheidung seines Vertragsstreits. Am Samstag hat der Franzose seine Sicht der Dinge ausführlich dargelegt.

Anthony Modeste trainiert seit dem 20. November beim 1. FC Köln mit, spielen darf er aber nicht.
Anthony Modeste trainiert seit dem 20. November beim 1. FC Köln mit, spielen darf er aber nicht.  © DPA

Der Frust sitzt tief bei Anthony Modeste. Erstmals nach seiner Rückkehr nach Köln hat sich der 30-Jährige nun via Instagram ausführlich zu seiner unbefriedigenden Lage geäußert. Er verfasste einen vierseitigen Text in seiner Muttersprache Französisch, weil ihm das Thema so wichtig sei.

Bisher habe er Ruhe walten lassen und auf eine zeitnahe Entscheidung der FIFA gehofft. Modeste sieht klare Gründe für seine Kündigung, die er nach einer angekündigten Frist bei Tianjin Quanjian eingereicht habe, nachdem auch eine Mediation gescheitert sei.

Nun sei der Dialog mit den Verantwortlichen des chinesischen Vereins schwierig, auch weil der ehemalige Präsident im Gefängnis sei.

Doch Modeste gibt sich kämpferisch und will sich mit den drohenden Konsequenzen des Streits nicht abfinden. Er sei Fußballer, der Sport seine Passion. "In den nächsten sechs Monaten nicht spielen zu dürfen, ist für mich unvorstellbar", schreibt Modeste.

Tianjin wolle ihn blockieren. Sollte es bis zum 31. Januar zu keiner Lösung des Streits kommen, will Modeste vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne ziehen und dort seine Rechte einklagen.

Wehrle in China: Gibt es doch eine Einigung?

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (43) ist in der Causa Modeste nach China gereist.
FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (43) ist in der Causa Modeste nach China gereist.  © DPA

Um den Fall möglichst noch vor dem Ende des Transferfensters zu lösen, ist FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle nach China gereist. Er soll versuchen, mit den Verantwortlichen des Vereins Tianjin Tianhai eine Klärung beim Transfer des 30-jährigen Stürmers herbeizuführen.

Der 1. FC Köln hatte Rekordverkauf Modeste (35 Mio.) im November als Neuzugang präsentiert und mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet.

Da sich Modeste aber noch in einem Vertragsstreit mit Tianjin Quanjian, dem Vorgängerverein von Tianjin Tianhai, befindet, liegt bisher noch keine Spielberechtigung vor. Nach Auffassung der FIFA erfolgte die Kündigung Modestes ohne triftigen Grund.

Titelfoto: DPA


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