Gekommen, um zu spielen: Kölns Kainz will noch mehr

Köln – Florian Kainz (26) wechselte in der vergangenen Winterpause aus Bremen zum 1. FC Köln. Der Flügelspieler ist seitdem Stammspieler auf dem linken Flügel und hofft nun auf seinen endgültigen Durchbruch in der Domstadt.

Florian Kainz (26) wechselte in der Winterpause 2018/19 zum 1. FC Köln.
Florian Kainz (26) wechselte in der Winterpause 2018/19 zum 1. FC Köln.  © imago images/DeFodi

Köln ist nach Bremen (2016-2019) die zweite Profistation für den Linksaußen in Deutschland. Nachdem Kainz in der Hinrunde in Bremen fast nur noch als Joker oder Bankdrücker eingesetzt wurde, war es Zeit für einen Wechsel.

Es habe im Winter mehrere Angebote gegeben, berichtet der Österreicher im Interview mit dem Geißbockecho. Nach "super Gesprächen" mit Markus Anfang und den FC-Verantwortlichen habe er sich für Köln entschieden.

Der Wechsel im Winter war dabei eine besondere Herausforderung für Kainz: "Ich hatte nur zwei Wochen Zeit bis zum Start der Rückrunde. Die ersten Wochen habe ich im Hotel gewohnt, da meine Frau in Bremen noch gearbeitet hat und ich nur das Nötigste mitgenommen habe."

Er habe seiner Frau nicht die Möbel wegnehmen wollen, berichtet Kainz lachend, mittlerweile habe das Paar eine schöne Wohnung in Köln gefunden.

Kainz hatte sich im Vorfeld auch mit der kölschen Kultur auseinander gesetzt: "Ich habe mir einige kölsche Lieder angehört. Mich hat überrascht, wie unglaublich viele es davon gibt."

Bei der Eingewöhnung geholfen hat sicher auch Landsmann Louis Schaub (24) , mit dem Kainz bereits zusammen bei Rapid Wien spielte (2014-2016).

Kainz ist Stammspieler in Köln

Florian Kainz bejubelt den Treffer seines Landsmannes Louis Schaub beim 4:4 in Duisburg
Florian Kainz bejubelt den Treffer seines Landsmannes Louis Schaub beim 4:4 in Duisburg  © DPA

Auch auf dem Platz hatte der Flügelflitzer keine lange Eingewöhnungszeit und durfte nach nur einem Testspiel direkt in der Liga gegen Union Berlin (0:2) ran. Ebenso wie die Mannschaft hat sich auch Kainz seitdem gesteigert.

In Köln beackert der offensivstarke Kainz die komplette linke Seite und muss auch defensiv ordentlich mitarbeiten. Eine Aufgabe, an die er sich durchaus noch gewöhnen muss.

Dennoch stand der 26-Jährige bisher mit Ausnahme einer Gelb-Rot-Sperre beim 2:3 in Paderborn in allen FC-Spielen 2019 bis zum Schlusspfiff auf dem Platz.

Seine Ausbeute mit einer Vorlage in neun Spielen ist sicher noch ausbaufähig, allerdings auch seiner Rolle im System geschuldet. Zuletzt deutete Kainz mehrmals seine Torgefährlichkeit an.

Kainz ist froh über das Vertrauen des Trainers und möchte noch besser werden: "Ich arbeite jeden Tag hart daran, mein Potenzial zu zeigen und bin bislang unter dem Strich zufrieden."

Mit dem FC steht Kainz unmittelbar vor dem Aufstieg in die Bundesliga. Dort will der Österreicher dann den Durchbruch im zweiten Anlauf schaffen.

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