Modeste-Transfer: Weltmeister Cannavaro soll vor Gericht

Köln – Im Rechtsstreit zwischen dem 1. FC Köln und einem Berater lädt das Kölner Landgericht nun Fabio Cannavaro (45) als Zeugen ein. Bei dem Streit geht es um eine Provisionsforderung im Zuge des Verkaufs von Anthony Modeste (30) nach China im Sommer 2017.

Fabio Cannavaro (45) war Trainer von Anthony Modeste bei Tianjin Quanjian.
Fabio Cannavaro (45) war Trainer von Anthony Modeste bei Tianjin Quanjian.  © DPA

Mittlerweile spielt und trifft Anthony Modeste wieder für den 1. FC Köln. Sein Verkauf an Tianjin Quanjian vor zweieinhalb Jahren beschäftigt aber derzeit das hiesige Landgericht.

Die Petralito Sport Service GmbH fordert als Klägerin eine Provision in Höhe von 2 Millionen für die damalige Vermittlung des Spielers an den Verein in China. Der 1. FC Köln lehnt die Forderung ab.

Nun möchte das Gericht den Fall aufklären und hat dazu weitere Zeugen für die Beweisaufnahme vorgeladen. Am 4. Juni soll der italienische Weltmeister Fabio Cannavaro vor Gericht aussagen. Der Ex-Trainer soll erklären, welchen Einfluss der Spielerberater auf den Transfer hatte und inwieweit Cannavaro in die Entscheidung zur Verpflichtung eingebunden war.

Die Agentur behauptet u. a. , Cannavaro habe den Transfer nur gewollt, wenn er über den Spielerberater abgewickelt werde.

Neben Cannavaro sollen auch der italienische Rechtsanwalt der Beratungsagentur sowie zwei Funktionäre des FC Tianjin vernommen werden. Alle vier Zeugen sollen am 4. Juni 2019 ab 11 Uhr befragt werden.

Wieder in Köln: Anthony Modeste (30) war 2017 für etwa 30 Millionen Euro vom 1. FC Köln nach China gewechselt.
Wieder in Köln: Anthony Modeste (30) war 2017 für etwa 30 Millionen Euro vom 1. FC Köln nach China gewechselt.  © DPA

Titelfoto: Bild-Montage dpa/dpa

Mehr zum Thema 1. FC Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0