Erst Terodde, dann Randale: Köln mit Remis in Magdeburg

Köln – Zum Abschluss der Zweitliga-Saison hat Meister 1. FC Köln ein 1:1 beim Absteiger Magdeburg eingefahren. Simon Terodde hatte den FC in Führung gebracht (3.), Felix Lohkemper glich nach der Pause für den FCM aus (53). Das Spiel musste nach dem Ausgleich wegen Ausschreitungen im Stadion unterbrochen werden.

Früher Jubel: Bereits in der dritten Minute gelang Simon Terodde die Kölner Führung.
Früher Jubel: Bereits in der dritten Minute gelang Simon Terodde die Kölner Führung.  © DPA

Im Spiel um die berühmte "goldene Ananas" gab Kölns Trainer Pawlak wie erwartet einigen Reservisten die Chance in der Startelf. Im Tor stand Kessler, Bader und Sobiech rückten in die Abwehrkette, im Mittelfeld durften sich mit Geis, Hauptmann und Özcan gleich drei neue Akteure bewähren.

Für das erste Highlight des Spiels sorgte unfreiwillig Thomas Kessler, als er einen Abstoß zum Gegner spielte, der Abschluss von Preißiger zischte aber knapp am Tor vorbei.

Das Tor machte aber der FC mit der ersten Chance. Kainz fand in der Mitte Terodde, der per Kopf seinen 29. Saisontreffer erzielte.

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Da auch Magdeburg munter mitspielte, bekamen die Gäste aus Köln immer wieder Räume für ihre Angriffe. Vornehmlich über die linke Seite suchte der Aufsteiger die Lücken in der Magdeburger Abwehr.

Trotz guter Möglichkeiten durch Schaub (14.) und Özcan (20.) blieb es zur Pause bei der knappen Kölner Führung. Defensiv hatte der FC nur wenig zugelassen.

Ausschreitungen nach dem Ausgleich

Nach dem Ausgleich der Magdeburger kam es wegen Ausschreitungen im Kölner Block zu einer Spielunterbrechung.
Nach dem Ausgleich der Magdeburger kam es wegen Ausschreitungen im Kölner Block zu einer Spielunterbrechung.  © DPA

Nach dem Seitenwechsel hätte Köln direkt nachlegen können, aber Schaub ließ das 0:2 liegen (47.).

Und das sollte sich rächen. Czichos spielte einen Fehlpass, Bader rutschte weg, Lohkemper traf zum 1:1 (53.).

Leider kam es danach zu Ausschreitungen abseits des Spielfelds. Auf den Rängen gingen Teile der beiden Fangruppen aufeinander zu, Sitze brannten, die Polizei ging dazwischen.

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Das Spiel ging erst nach mehrminütiger Unterbrechung durch den Schiedsrichter weiter und wurde dann eher ein lauer Sommerkick. Trotz guter Chancen auf beiden Seiten trudelte das Spiel dem Ende entgegen.

Auch Sörensen bekam noch seinen (Abschieds-)Einsatz. Aufgrund der Randale und einer Verletzungsunterbrechung gab es dann acht Minuten Nachspielzeit, in denen aber auch kein Tor mehr fiel.

Simon Terodde ist der dritte Kölner Torschützenkönig in Liga zwei nach Lukas Podolski (2005, 24 Tore) und Milivoje Novakovic (2008, 20 Tore). 29 Tore sind der beste Wert seit 1991. Zum Zweitliga-Bestwert von Sven Demandt (121) fehlen ihm aber noch drei Treffer.

Kölns Simon Terodde (r.) ist mit 29 Treffern Torschützenkönig der Zweiten Liga geworden.
Kölns Simon Terodde (r.) ist mit 29 Treffern Torschützenkönig der Zweiten Liga geworden.  © DPA

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