1. FC Köln mit nächster Glanzleistung: Rettung in Reichweite

Köln – Gegen Schalke gelang dem 1. FC Köln ein weiteres überzeugendes und erfolgreiches Heimspiel. Trainer Gisdol hat die Spieler zu einer schlagfertigen Truppe geformt, die inzwischen beste Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Die Spieler des 1. FC Köln feiern nach dem 3:0-Heimsieg gegen Schalke.
Die Spieler des 1. FC Köln feiern nach dem 3:0-Heimsieg gegen Schalke.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Als Gisdol den FC im November als Trainer übernommen hatte, belegte der Aufsteiger mit sieben Punkten aus elf Spielen Platz 17. Zwölf Spieltage später hat sich die Bilanz deutlich verbessert. Mit 29 Punkten hat sich der FC auf Platz zehn vorgearbeitet und ein Polster von acht Punkten auf den Relegationsplatz erarbeitet.

Arbeit passt dabei gut als Erklärungskategorie für den Kölner Aufschwung. Beim 3:0-Sieg über schwache Schalker zeigten die Geißböcke vieles von dem, was Trainer Gisdol fordert.

Der Kölner Trainer hat seinem Team eingeimpft, dass man nur mit Kampf und Leidenschaft eine Chance hat. Der Gegner wird früh und fast pausenlos attackiert, seine Spieler schalten nach Ballgewinnen schnell und gefährlich um.

Standards sorgen wie beim 1:0 am Samstag immer wieder für Tore. Und auch spielerisch setzt das Team inzwischen Akzente.

Gisdol setzt dabei eher auf physisch starke Spieler und hat eine gute Balance gefunden. Er vertraut Leistungsträgern wie Horn und Hector, gibt aber auch Talenten wie Katterbach oder Jakobs eine echte Chance.

Gisdols Bilanz: 22 Punkte aus 12 Spielen

Trainer Markus Gisdol holte mit dem 1. FC Köln bereits sieben Siege.
Trainer Markus Gisdol holte mit dem 1. FC Köln bereits sieben Siege.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Spieler folgen ihm und zusammen hat das Team Erfolg: Sieben Siege aus den vorigen neun Spielen sind eine beeindruckende Bilanz.

Wichtig ist Gisdol dabei der Teamgedanke. "Einzelne Spieler können nur gut sein, wenn das gesamte Team gut funktioniert. Die Jungs helfen sich gegenseitig und machen das zur Zeit richtig gut", sagte der Coach nach dem Sieg über Schalke.

Dennoch stechen einige Spieler beim 1. FC Köln besonders heraus. Im Angriff ist Cordoba (zehn Saisontore) von gegnerischen Verteidigern kaum zu halten, im Mittelfeld sorgen Hector und Skhiri für Struktur und Stabilität. Und in der Defensive macht vor allem der erst 20-jährige Sebastiaan Bornauw (fünf Tore) einen klasse Job.

Der Kölner Kader hat zudem durch die Winterneuzugänge Leistner, Rexhbecaj und Uth an Qualität und Quantität hinzugewonnen. Derzeit können Ausfälle durch Sperren oder Verletzungen gut kompensiert werden. An ihre Grenzen stießen die Spieler erwartungsgemäß in den Spielen gegen Dortmund (1:5) und München (1:4).

FC vor entscheidenden Spielen

Gisdols Hauptaufgabe wird es nun sein, die Spannung hochzuhalten. Denn der FC steht mit 29 Punkten zwar gut da, aber gewonnen ist noch nichts. Für den sicheren Klassenerhalt braucht Köln 38 Punkte, also noch drei Siege.

In den kommenden Wochen stehen gleich drei wichtige Spiele gegen Konkurrenten im Abstiegskampf an. Am kommenden Freitag (6. März) muss der FC zum SC Paderborn, danach stehen zwei Heimspiele gegen Mainz (14. März) und Düsseldorf (21. März) an.

Gisdols Marschroute am Samstagabend fiel dann auch trotz des sechsten Heimsiegs dementsprechend aus: "Wir sind mitten in der Saison. Die verbleibenden Spiele werden schwer. Es ist unsere Aufgabe, weiter jede einzelne Woche Leistung zu bringen."

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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