Nach Anfang-Aus: Holt Köln Trainer David Wagner?

Köln – Nach der Entlassung von Markus Anfang als Trainer des 1. FC Köln braucht der Zweitligist einen neuen Coach für die nächste Saison. Am Geißbockheim werden bereits die ersten Namen gehandelt.

David Wagner (47) wurde im Januar 2019 als Trainer beim englischen Erstligisten Huddersfield entlassen.
David Wagner (47) wurde im Januar 2019 als Trainer beim englischen Erstligisten Huddersfield entlassen.  © Mike Egerton/PA Wire/dpa

Mit Andre Pawlak und Manfred Schmid hat der FC ein Interims-Trainerduo eingesetzt, das in den nächsten drei Spielen den Aufstieg perfekt machen soll. Wer übernimmt danach?

Laut Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers wurde im Verein über den Noch-Wolfsburger Bruno Labbadia (53) gesprochen. Der Trainer wird Wolfsburg im Sommer nach nur einem Jahr verlassen - hat aber wohl keine Fürsprecher in Köln.

Auch für Pal Dardai (43) ist im Sommer Schluss in Berlin. Wie die Bild berichtet, soll der 43-Jährige bereits vom 1. FC Köln kontaktiert worden sein. Allerdings plane der Ungar zunächst einen ausgiebigen Urlaub und anschließend eine einjährige Auszeit und ist damit keine Option für die kommende Spielzeit.

Realistischer könnte dagegen die Verpflichtung von David Wagner (47) sein. Der frühere Jugendtrainer der TSG Hoffenheim hatte nach vier Jahren bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund 2016 den Schritt auf die Insel gewagt.

Als Coach von Huddersfield gelang dem 47-Jährigen zunächst der Klassenerhalt. Im Jahr darauf feierte das Team unter seiner Leitung dann sogar den Aufstieg in die Premier League. Der Underdog legte dann noch einen drauf und packte auch den Klassenerhalt.

In der aktuellen Saison lief es dagegen sportlich nicht mehr so gut. Mitte Januar wurde Wagner daher als Trainer entlassen, sein Ex-Team steht bereits seit Wochen als Absteiger fest.

Aufstieg bleibt wichtigstes Ziel

Wäre Wagner also einer für Köln? Der Trainer soll allerdings bei Hertha BSC Berlin auf dem Zettel stehen (TAG24 berichtete). Auch Schalke und Stuttgart brauchen noch einen Cheftrainer für die neue Saison.

Zunächst muss allerdings das Ziel Aufstieg erreicht werden. Köln hat vor den Spielen am Sonntagnachmittag acht Punkte Vorsprung auf Platz drei. In den drei noch ausstehenden Spielen trifft der FC auf Fürth (A), Regensburg (H) und Magdeburg (A).

Update, 13.23 Uhr: Stöger schließt Rückkehr aus

Peter Stöger (53) schloss am Sonntag eine Rückkehr zum 1. FC Köln aus.
Peter Stöger (53) schloss am Sonntag eine Rückkehr zum 1. FC Köln aus.  © DPA

Kölns früherer Trainer Peter Stöger (53) hat in der Sendung "Wontorra" auf Sky eine Rückkehr zum 1. FC Köln ausgeschlossen. Als Grund dafür nannte Stöger Differenzen mit FC-Geschäftsführer Armin Veh: "Er hat mir, ohne dass er mich richtig kennt, nicht das beste Bild aufgestellt. Man könnte auch sagen, er hat mir ans Bein gepinkelt. Deshalb liegt die Wahrscheinlichkeit bei null Prozent."

Auf Nachfrage wurde Stöger nicht konkret: "Ich kenne ihn besser als er mich. Deshalb werde ich nichts Negatives über ihn sagen."

Stöger übte zudem Kritik an der Entlassung von Markus Anfang: "Drei Runden vor Schluss einen Trainer zu entlassen, der die Zielsetzung erreichen würde, ist für mich als Außenstehender nicht ganz nachvollziehbar. Das ist schon kurios." Aus Stögers Sicht sei eine Trennung im Sommer die angemessenere Lösung gewesen.

Bis zur Sommerpause steigt mit Manfred Schmid sein ehemaliger Co-Trainer wieder beim FC ein. Stöger berichtete, dass sein ehemaliger Assistent das Ziel habe, als Cheftrainer zu arbeiten. Ob es dazu in Köln kommen könnte, wollte Stöger nicht beurteilen.

Mehr zum Thema 1. FC Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0