Nach Kölner Pokal-Aus in Saarbrücken: Trainer Beierlorzer ratlos

Saarbrücken/Köln – Nach dem so überraschenden wie verdienten Pokal-Aus des 1. FC Köln in Saarbrücken (TAG24 berichtete) hat Trainer Achim Beierlorzer (51) Unverständnis über die Leistung seines Teams geäußert.

FC-Trainer Achim Beierlorzer (51) hatte nach der 2:3-Niederlage am Dienstagabend "kein Verständnis" für sein Team.
FC-Trainer Achim Beierlorzer (51) hatte nach der 2:3-Niederlage am Dienstagabend "kein Verständnis" für sein Team.  © Marius Becker/dpa

Ob Beierlorzer mit der Aufstellung ein falsches Signal an sein Team gesendet hatte? Denn in Saarbrücken (4. Liga) startete der FC mit sechs Veränderungen (TAG24 berichtete), einige Reservisten wie Marcel Risse oder auch Anthony Modeste erhielten ihre Bewährungschancen.

Aber während sich die Gastgeber mutig und voll motiviert zeigten, lief beim Erstligisten von Beginn an wenig zusammen.

Von der vermeintlichen Frische durch zuletzt wenig eingesetzte Akteure war nichts zu sehen. Das räumte auch Beierlorzer nach dem Spiel gegenüber dem Geissblog ein: "Wir wollten heute mit frischem Personal und neuer Moral auftreten, das ist uns leider nicht geglückt."

Der klare Favorit zeigte eine erschreckend schwache Leistung beim Viertligisten. Und nach dem Seitenwechsel fingen sich die Kölner dann auch gleich zwei Gegentore.

Beierlorzer fand dazu klare Worte: "Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben heute 60 Minuten überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden."

Beierlorzer mit Wut und ohne Verständnis

Spieler des 1. FC Köln stehen nach dem Saarbrücker Treffer zum 3:2 mit gesenkten Köpfen auf dem Platz.
Spieler des 1. FC Köln stehen nach dem Saarbrücker Treffer zum 3:2 mit gesenkten Köpfen auf dem Platz.  © Oliver Dietze/dpa

Erst danach wurde es besser. Dank eines Zwischenspurts und der höheren individuellen Qualität gelang dem FC durch Hector und Joker Terodde der Ausgleich.

Ein Happy End schien nun möglich, auch weil der Gegner müde wirkte. Stattdessen kassierte Köln den finalen Knockout durch ein Gegentor in der 90. Minute.

Der FC-Coach zeigte sich konsterniert: "Ich habe heute kein Verständnis für die Mannschaft. Ich verstehe nicht, wie man so ein Tor am Schluss kriegen kann."

Für Beierlorzer war die Niederlage "verdient". Als Verantwortlicher klingt er allerdings auch ratlos, wenn er resümiert: "Die Mannschaft wusste über Saarbrücken Bescheid, konnte es heute aber nicht umsetzen."

Nach dem Spiel folgte dann eine wütende Ansprache an die Spieler noch auf dem Platz.

Die Zahlen der Kölner Krise

Platz 16: Der 1. FC Köln verlor bisher sechs von neun Bundesligaspielen.
Platz 16: Der 1. FC Köln verlor bisher sechs von neun Bundesligaspielen.  © Marcel Kusch/dpa

Für den FC-Coach geht es in den nächsten Wochen um seine Zukunft in Köln. Das 2:3 in Saarbrücken war bereits die siebte Niederlage im elften Pflichtspiel des 1. FC Köln.

Zum fünften Mal setzte es drei oder mehr Gegentore, im Schnitt trafen die Gegner mehr als zweimal pro Spiel.

Nach dem Pokal-Aus kann und muss sich Köln nun voll auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren. Am Sonntag reist der FC (16.) zum Lokalrivalen Fortuna Düsseldorf (14.).

Nach dem Spiel hatten die FC-Verantwortlichen eine erste Zwischenbilanz angekündigt. Dann wird sich auch zeigen, ob es in der derzeitigen Besetzung weiter gehen wird.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

Mehr zum Thema 1. FC Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0