Köln kommt in Dresden unter die Räder und verliert 0:3

Dresden/Köln - Am 30. Spieltag hat der 1. FC Köln eine bittere 0:3-Auswärtsniederlage bei Dynamo Dresden eingefahren. Im ausverkaufen Rudolf-Harbig-Stadion trafen Berko (11./67.) und Duljevic (35.) zum verdienten Sieg.

Dresdens Erich Berko trifft zum 1:0 gegen den 1. FC Köln (11.).
Dresdens Erich Berko trifft zum 1:0 gegen den 1. FC Köln (11.).  © DPA

Der Aufstieg war für Köln an diesem Sonntag zwar nicht drin, ein Sieg sollte es für Trainer Anfang aber dennoch sein (TAG24 berichtete).

Köln wechselte in Dresden zweimal durch. Schaub und Modeste durften für den verletzten Clemens und den geschonten Cordoba starten. Kainz rückte auf den rechten Flügel und Hector übernahm links.

Vom Start weg waren die defensiven Probleme beim FC unübersehbar. Rechts musste Kainz zu Fouls greifen, in der Dreierkette herrschte ein bedenkliches Tempodefizit, das durch schwaches Zweikampfverhalten ergänzt wurde.

Offensiv kam der Favorit nicht über Ansätze hinaus, weil Dresden gut auf den Gegner eingestellt war.

Auf der anderen Seite zappelte der Tor bereits nach der ersten Chance im Netz. Dresden trat zwar ohne Top-Torjäger Koné (neun Treffer) an, dafür aber mit dem schnellen Berko. Der Stürmer profitierte von Fehlern im Kölner Zentrum und traf zur Führung für die Gastgeber (11.).

Wie fiel die Reaktion der Kölner aus? Offensiv zeigte sich das Team bemüht, aber kaum zielstrebig. Und defensiv war der Tabellenführer weiterhin extrem konteranfällig, Horn rettete zunächst noch (21.). Nach 35 Minuten enteilte der Dresdner Duljevic aber der FC-Abwehr und erhöhte auf 2:0.

Wie wenig bei Köln zusammenlief, zeigte sich kurz darauf, als Kapitän Hector die Gelbe Karte wegen Meckerns sah (38.).

Keine Besserung nach der Pause

Ein enttäuschter Florian Kainz nach dem 0:2 (35.).
Ein enttäuschter Florian Kainz nach dem 0:2 (35.).  © DPA

Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst keinen Wechsel bei den Kölnern, die sich leicht verbessert zeigten. Im Spiel nach vorne fanden die Geißböcke aber einfach keine Mittel.

Es war Torhüter Horn, der das das dritte Gegentor verhinderte (57.). Danach brachte Trainer Anfang Cordoba für Terodde.

Weiterhin kam aber nur selten Torgefahr im Dresdner Strafraum auf, nach 64 Minuten vergab Modeste kläglich.

Drei Minuten später gelang dem Underdog dann die Entscheidung. Nach einem Freistoß traf Berko per Kopf zum 3:0 (67.).

Auch danach blieb die erhoffte Schlussoffensive der Kölner weitgehend aus. Einzig Niklas Hauptmann hatte noch Grund zur Freude, als er an der alten Wirkungsstätte für einige Minute eingewechselt wurde.

Nach einer insgesamt schwachen und uninspirierten Vorstellung bleiben die Kölner zum dritten Mal in Folge sieglos.

Während Dresden die Revanche für das 1:8 im Hinspiel und ein großer Schritt zum Klassenerhalt gelingt, hat der 1. FC Köln die Aufstiegsfeier nochmals vertagt. Auch ein Sieg am kommenden Freitag (26. April) im Heimspiel gegen Darmstadt 98 (18.30 Uhr) würde noch nicht definitiv reichen.

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