Risikospiel: So plant die Kölner Polizei für das rheinische Derby

Köln – Am Samstag empfängt der 1. FC Köln den Lokalrivalen aus Mönchengladbach zum 88. Derby in der Bundesliga. Damit es auch abseits des Spielfelds friedlich bleibt, trifft die Polizei besondere Vorkehrungen.

Die Polizei möchte am Samstag Ausschreitungen zwischen den Fanlagern aus Köln und Mönchengladbach verhindern (Symbolbild).
Die Polizei möchte am Samstag Ausschreitungen zwischen den Fanlagern aus Köln und Mönchengladbach verhindern (Symbolbild).  © Roland Weihrauch/dpa

Da die Partie als "Risikospiel" eingestuft wurde, erhöht sich die Zahl der eingesetzten Beamten deutlich im Vergleich zu anderen Spieltagen. Am Samstag werden über 1500 Polizisten rund um das Rhein-Energie-Stadion und in Ehrenfeld eingesetzt.

Wie in den Vorjahren werden die Gästefans über den Bahnhof in Köln-Ehrenfeld anreisen. Daher wird es im Bereich der Aachener Straße zwischen Gürtel und Stadion zu Einschränkungen für den Verkehr kommen.

Eine komplette Sperrung der Straße ist aktuell nicht vorgesehen, könne aber am Samstag bei veränderter Sicherheitslage noch erfolgen, berichtet ein Polizeisprecher. Der Polizei liegen derzeit keine Informationen über einen geplanten Fanmarsch der Gladbacher vom Bahnhof zum Stadion vor.

Am Stadion wird es eine strikte Sektorentrennung geben. Zudem werden berittene Polizeikräfte und Hundeführer eingesetzt.

Update, 15.49 Uhr: Mehr als 1500 Polizisten beim Derby in Köln im Einsatz

Wie die Polizei Köln am Mittwoch präzisierte, werden "weit mehr als 1500 Polizisten" im Einsatz sein.

"Gewalt- und Straftätern werden wir frühzeitig ihre Grenzen aufzeigen. Wir werden uns bemühen, die Auswirkungen für die Bürger, für Handel, Gewerbe und Gastronomie auf das geringstmögliche Maß zu reduzieren - ganz ohne Beeinträchtigungen wird es aber nicht gehen", erklärte die Leitende Regierungsdirektorin Miriam Brauns vorab.

Polizei verhängt Platzverbote

Am Samstag werden berittene Polizisten zum Einsatz kommen und die Sektoren werden im Bereich Nordost strikt getrennt (Archivbild).
Am Samstag werden berittene Polizisten zum Einsatz kommen und die Sektoren werden im Bereich Nordost strikt getrennt (Archivbild).  © Federico Gambarini dpa/lnw

Die Polizei möchte alles dafür tun, damit die Fußballfans das Derby in Ruhe und ohne Zwischenfälle genießen können. Daher sollen rivalisierende Fangruppen getrennt werden, die Polizei kündigte zudem eine niedrige Einsatzschwelle an.

Für bekannte Störenfriede wird es Bereichsbetretungsverbote werden. Dies betrifft sowohl Kölner als auch Mönchengladbacher Fans. Die genaue Anzahl der "Platzverweise" konnte noch nicht bekannt gegeben werden.

Da die Lage derzeit noch bewertet werde, kann es noch zu Anpassungen des Sicherheitskonzepts kommen. Man sei im Austausch mit den Polizei-Kollegen in Bund, Land und Mönchengladbach.

Die Kölner Polizei wird sich zur Sicherheitslage rund um das Derby in einer Pressekonferenz am Freitag ausführlich äußern.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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