Tor und Assist in Freiburg: Kölns Neuzugang Skhiri schlägt voll ein

Köln – In Freiburg gelang dem 1. FC Köln mit einem späten 2:1 der erlösende erste Saisonsieg. Maßgeblich daran beteiligt war einer der fünf Kölner Neuzugänge: Ellyes Skhiri (24).

Bereits beim 1:3 gegen Dortmund hatte Kölns Ellyes Skhiri (24) überzeugen können.
Bereits beim 1:3 gegen Dortmund hatte Kölns Ellyes Skhiri (24) überzeugen können.  © dpa/Marius Becker

Denn es war der Tunesier, der aus einem Punkt noch drei machte. Nachdem der Mittelfeldspieler bereits den Ausgleich durch Modeste mit einer maßgenauen Flanke vorbereitet hatte (52.), nahm er den Spielausgang dann in die eigene Hand.

In der Nachspielzeit drehte Skhiri in der gegnerischen Hälfte auf und kein Gegenspieler konnte seinen Zug zum Tor stoppen. Mit einem trockenen Abschluss ins kurze Eck machte der 24-Jährige den ersten Kölner Auswärtssieg in Freiburg seit 23 Jahren perfekt.

Nach dem Spiel sprach FC-Trainer Beierlorzer gegenüber Sky ein Lob an sein Team aus. Der Treffer nach einer Einzelleistung habe den Willen der Mannschaft widergespiegelt.

Für Skhiri war es bereits die dritte Torbeteiligung in der noch jungen Saison. In Wolfsburg noch eingewechselt, legte er im Heimspiel gegen den BVB (1:3) bereits Drexler einen Treffer auf.

Der FC scheint mit dem Tunesier einen richtig guten Griff gemacht zu haben. Denn neben den Offensivqualitäten überzeugte Skhiri bisher auch defensiv.

Skhiri wechselte aus Montpellier zum 1. FC Köln

Ellyes Skhiri absolvierte bisher 23 Länderspiele für Tunesien (hier bei der WM 2018 gegen Englands Harry Kane).
Ellyes Skhiri absolvierte bisher 23 Länderspiele für Tunesien (hier bei der WM 2018 gegen Englands Harry Kane).  © Andreas Gebert/dpa

Der 23-malige Nationalspieler Tunesiens war im Sommer für geschätzte sechs Millionen Euro vom französischen Erstligisten HSC Montpellier an den Rhein gewechselt (TAG24 berichtete).

Unter der Woche sprach der 24-Jährige in einem Interview auf der Vereins-Homepage über seine ersten Eindrücke von Köln. Er habe sich sehr gut eingelebt und ihm komme entgegen, dass mehrere Spieler französisch sprechen.

Er selbst sieht seine Stärken im Zweikampf und Zurückerobern von Bällen: "Ich bin jemand, der von der Leidenschaft und Laufstärke lebt." Aber auch ins Offensivspiel bringe er sich gern ein.

Beim Heimspiel gegen den BVB sah Skhiri sich selbst noch nicht bei 100 %, seine Qualität wolle er aber "jetzt regelmäßig unter Beweis stellen".

Gegen Freiburg ist ihm das definitiv gelungen. Aber auch die weiteren Neuzugänge Bornauw, Ehizibue und Verstraete konnten überzeugen. Einzig Schindler hat in der Liga noch Anpassungsprobleme.

Scheinbar hat der FC in diesem Sommer gute Transfers getätigt und so die vorigen Schwachstellen im Mittelfeld und auf der Position des Rechtsverteidigers beseitigt. Der Sieg in Freiburg dürfte jedenfalls auch angesichts der kommenden Gegner (Mönchengladbach, Bayern München) die Nerven beruhigt haben.

Titelfoto: dpa/Marius Becker

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