Trainer und Manager weg: Wie geht es weiter beim 1. FC Köln?

Köln – Auf einmal ging es ganz schnell: Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Hoffenheim hat sich der 1. FC Köln innerhalb von knapp 15 Stunden von Sportdirektor Armin Veh (51) und Trainer Achim Beierlorzer (58) getrennt. Die doppelte Nachfolgersuche läuft auf Hochtouren.

Ersatz gesucht: Trainer Achim Beierlorzer (51) und Sportdirektor Armin Veh (58) mussten den 1. FC Köln zuletzt verlassen.
Ersatz gesucht: Trainer Achim Beierlorzer (51) und Sportdirektor Armin Veh (58) mussten den 1. FC Köln zuletzt verlassen.  © Marius Becker/dpa

Drei Monate nach dem Saisonstart muss sich der FC sportlich neu aufstellen. Nach dem Fehlstart musste Trainer Achim Beierlorzer nach nur 131 Tagen am Samstagnachmittag gehen (TAG24 berichtete).

Bereits unmittelbar nach dem Spiel am Freitagabend hatte der Verein die Vertragsauflösung mit Sportdirektor Armin Veh bekannt gegeben (TAG24 berichtete).

Nach dem radikalen Schnitt setzt der Verein nun zunächst auf Übergangslösungen. Kaderplaner Frank Aehlig (51) übernimmt kommissarisch die Veh-Nachfolge. Für Ex-Coach Beierlorzer übernehmen vorerst seine bisherigen Co-Trainer André Pawlak (48) und Manfred Schmid (48).

Beide Stellen sollen und müssen aber neu besetzt werden. Immerhin hat der Verein durch die Länderspiele etwas Zeit zur Verfügung. Das nächste Spiel steht erst in 13 Tagen an.

"Wir arbeiten ab sofort daran, einen neuen Cheftrainer für den FC zu finden, der mit unserem Team einen Neustart und die sportliche Wende schafft", kündigte Aehlig an.

Absage von Labbadia

Bruno Labbadia (53) möchte nicht Trainer des 1. FC Köln werden.
Bruno Labbadia (53) möchte nicht Trainer des 1. FC Köln werden.  © Fabian Sommer/dpa

Auf der Suche nach einem Beierlorzer-Nachfolger hat sich der Club bereits eine Absage eingehandelt: Bruno Labbadia (53), der 1994 für eineinhalb Jahre im FC-Trikot stürmte, will nicht zurück nach Köln.

"Wir haben bei Bruno angefragt, ob er für ein Gespräch zur Verfügung steht. Er hat abgelehnt. Ich hätte mir das gut vorstellen können", sagte Aehlig am Samstag vor Journalisten.

Der 53 Jahre alte Labbadia ist seit dem Ende seiner Trainer-Amtszeit beim VfL Wolfsburg im Sommer vereinslos. Die Wölfe hatte Labbadia zuvor vor dem Abstieg gerettet und in die Europa League geführt.

Nun wird Roger Schmidt (52) als FC-Coach gehandelt, der zuletzt den chinesischen Erstligisten Beijing Guoan trainierte. Laut Informationen des Express sind auch Tayfun Korkut (45) oder Pal Dardai (43) Trainer-Kandidaten.

Die Suche nach einem neuen Sportdirektor läuft derweil schon etwas länger, seit Veh seinen Ausstieg zum Saisonende verkündet hatte. Mit der Suche war eine Personalberatung beauftragt worden. Eine Vorauswahl an Kandidaten sei bereits erfolgt, teilte der Vorstand am 5. November auf der Vereinsseite mit.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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