Unruhe in Köln: Jetzt spricht Sportchef Veh

Köln – Sport-Geschäftsführer Armin Veh (58) hat sich am Montagabend in der TV-Sendung "100 % Bundesliga – Fußball bei Nitro" über die jüngsten Querelen beim 1. FC Köln geäußert und seine Zukunft in Köln infrage gestellt.

Kölns Geschäftsführer Armin Veh (58) äußerte sich am Montagabend zur Unruhe beim 1. FC Köln.
Kölns Geschäftsführer Armin Veh (58) äußerte sich am Montagabend zur Unruhe beim 1. FC Köln.  © DPA

Veh (58) forderte Ruhe beim 1. FC Köln. "Ich kann nicht damit leben, wenn ständig Sachen, die intern besprochen werden, nach außen kommen", sagte der Sport-Geschäftsführer des Tabellenführers der 2. Fußball-Bundesliga in der TV-Sendung.

Der 58-Jährige ergänzte: "Das schadet dem Club. Wenn sich das nicht ändern sollte, wird es schwierig mit mir."

Veh hatte nach dem 2:1-Sieg beim FC Ingolstadt am 24. Spieltag überraschend ein "irreparables Problem" und einen Vertrauensverlust beklagt. Drei Tage später war FC-Präsident Werner Spinner zurückgetreten.

Zuvor hatte es eine Sprachnachricht Spinners an die beiden Vize-Präsidenten Ritterbach und Schumacher gegeben, in der Spinner direkt oder indirekt die Entlassung des Trainers oder Geschäftsführers Veh angeregt hatte. Die Nachricht war dann bei Veh gelandet und hatte die Krise ausgelöst.

Aus Vehs Sicht sei es kein Machtkampf gewesen. Das Wichtigste sei der Aufstieg, in diesem Ziel seien sich alle einig.

Veh über Vertrauen

Veh sprach in dem Interview über Vertrauen und die Zusammenarbeit mit Interims-Vorstand Müller-Römer.
Veh sprach in dem Interview über Vertrauen und die Zusammenarbeit mit Interims-Vorstand Müller-Römer.  © DPA

Veh erläuterte, was ihm wichtig ist: "Es geht um Vertrauen. Wenn man in einem Verein eng zusammenarbeitet, da ist Vertrauen ganz wichtig, weil es natürlich immer Dinge gibt, die irgendjemand verfolgt und vielleicht auch unter dem Deckmantel, dass es gut für den FC ist."

Ohne konkret zu werden, führte Veh weiter aus: "Deshalb ist es wichtig, dass man sich in der Führung, wo man nach außen immer wieder Angriffsflächen hat, einig ist. Darum geht es. Wer was und wann gemacht hat, will ich gar nicht sagen. Wenn elementare Dinge passieren, die dem ganzen Ziel dann auch schaden, dann geht’s um Vertrauen."

Die Führung müsse "ein Team" sein und Probleme sollten intern angesprochen und diskutiert werden. Er habe eine "Allergie auf Intrigen". Wenn ständig Unruhe herrsche und eigene Interessen und eigene Eitelkeiten in den Vordergrund gestellt würden – egal von wem – dann werde dieser Club nicht erfolgreich sein auf Dauer.

Zukünftig wird Veh enger mit Interims-Vorstand Müller-Römer zusammen arbeiten müssen, den er im Herbst 2018 als "Vollamateur" und "unerträglich" bezeichnet hatte. Der Geschäftsführer fand dazu diplomatische Worte: "Wir werden zusammenarbeiten. Wenn er jetzt bestellt ist, wird man sich zusammensetzen und zusammenarbeiten, so gut es möglich ist."

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